Fliegerbombe

Die Bombe in Bochum ist erfolgreich entschärft

Einsatzkräfte bereiteten in Bochum-Weitmar die Evakuierung von knapp 4000 Anwohnern vor. Grund: die Entschärfung einer Weltkriegsbombe.

Einsatzkräfte bereiteten in Bochum-Weitmar die Evakuierung von knapp 4000 Anwohnern vor. Grund: die Entschärfung einer Weltkriegsbombe.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Ein Blindgänger wurde in Bochum entschärft. 3875 Anwohner waren betroffen - einige Bürger wollten ihr Haus nicht verlassen.

Im Bochumer Stadtteil Weitmar haben Experten eine britische Zehn-Zentner-Fliegerbombe mit Aufschlagzünder in etwa 2,5 Metern Tiefe entdeckt. Diese wurde noch am Donnerstagabend entschärft. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdiensts hatten seit dem Morgen den Verdachtspunkt an der Knoopstraße nahe Schützenstraße sondiert.

  • Das Evakuierungszentrum war die alte Turnhalle an der Graf-Engelbert-Schule, Königsallee 77-79.
  • Mit 3875 Menschen mussten deutlich mehr ihre Wohnung verlassen, als zuvor erwartet. Die Autobahn A 448 in Bochum wurde gesperrt, genau wie ein Teil der Hattinger Straße.
  • 3875 Bochumer mussten ihre Wohnung verlassen - der Abend im Rückblick

    23.48 Uhr: Die Bombe konnte erfolgreich entschärft werden. Ab sofort sind alle Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben und die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.

    23.06 Uhr: Die Feuerwehr meldet, dass der Evakuierungsbereich menschenleer und der Verkehr eingestellt sei. Nun kann die Entschärfung beginnen.

    22.38 Uhr: Jetzt ist die Evakuierung doch abgeschlossen. Nun wird die A448 gesperrt und der ÖPNV fährt nicht mehr. Anschließend beginnt der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung.

    22.34 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen sind noch immer nicht abgeschlossen, weil sich die Bewohner von zwei Häusern weigern, die Gebäude zu verlassen. "Das ist wirklich ärgerlich", so die Feuerwehr. Die Polizei sei nun vor Ort.

    21.42 Uhr: Die Feuerwehr rechnet damit, dass die Evakuierung bis 22 Uhr abgeschlossen sein wird. Erst danach werden die Autobahn 448 und die Hattinger Straße gesperrt.

    21.36 Uhr: In der Betreuungsstelle haben sich mittlerweile 222 Bürger eingefunden. Laut Feuerwehr gab es bis jetzt 80 Krankentransporte.

    20.58 Uhr: Mittlerweile ist etwa die Hälfte des Evakuierungsgebietes komplett geräumt, in diesen Minuten konnten auch alle Krankentransporte, mit denen kranke oder bettlägerige Menschen evakuiert worden sind, abgeschlossen werden. Laut Feuerwehr läuft derzeit die restliche Evakuierung. Offen bleibt bis zuletzt die A 448, die während der Entschärfung komplett gesperrt werden muss. Auch die Hattinger Straße bleibt bis unmittelbar vor der eigentlichen Entschärfung für den Straßen und Straßenbahnverkehr geöffnet.

    20.42 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen sind in Bochum noch in vollem Gange. Die Feuerwehr appelliert an die betroffenen Bürger, möglichst zügig den Evakuierungsradius zu verlassen.

    19.25 Uhr: Am Evakuierungszentrum werden die Anwohner aufgeteilt. Wer nach einem Vorabcheck Erkältungssymptome zeigt, wird in der Turnhalle untergebracht, alle anderen kommen ins Schulcafé. Mit 2500 zu versorgenden Anwohnern rechnet das Rote Kreuz. Für sie sind am Abend 250 Essensportionen kalkuliert.

    18.40 Uhr: Die Sperrungen beginnen, die Anwohner werden nun evakuiert.

    18.10 Uhr: Positive Corona-Patienten werden nach Angaben der Roten Kreuzes in der Innenstadt gesondert untergebracht. Bochumer mit Erkältungssymptomen und in freiwilliger Quarantäne dürfen auch das Evakuierungszentrum in der alten Turnhalle an der Graf-Engelbert-Schule nutzen.

    17.50 Uhr: Anwohner können einen Shuttle-Service zu den Evakuierungsstellen nutzen. Für den Shuttledienst sind Haltestellen eingerichtet: Personen mit Krankheitssymptomen oder Personen, die sich in freiwilliger Quarantäne befinden sollen Bushaltestelle 1 und 3 (Schützenstraße Höhe 69 /Hattinger Straße Höhe Hutzel Bäckerei) nutzen. Gesunde sollen Bushaltestelle 2 und 4 (Schützenstraße 63, Haltestelle Lange Malterse/Hattinger Straße Höhe 262 (Haltestelle 308/318)) nutzen.

    17.38 Uhr: Nun ist klar, warum es so lange gedauert hat, den Zünder des Blindgängers zu finden. Arbeiten hätten seitlich an der Bombe vorbeigraben müssen, um an den Zünder zu kommen, heißt es.

    17.20 Uhr: Bewohner können bereits jetzt ihre Häuser verlassen. Die Räumung wird nach Angaben der Feuerwehr in Kürze beginnen.

    16.45 Uhr: Bewohner in einem Sicherheitsbereich von 500 Metern um die Bombe müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Betroffen sind insgesamt 3875 Bewohner sowie die A 448 und die Hattinger Straße.

    Betroffen sind folgende Bereiche: Ahnwenne 1-31 und 2-48, Am Vogelspott 1-29, An der Landwehr 45-65 und 54-72, Bärendorfer Str. 24a - 80 und 29 - 95, Brantropstr. 37-89 und 40-78, Dürerstr. 2 d, Feuerbachstr. 1-5 und 6, Hattinger Str. 204-268a und 239-295, Holbeinstr. 1-23 und 2-12, Kaulbachstr. 1-21 und 2-26, Knoopstr. 2-56 und 5-55, Kohlenstr. 2-38 und 3-55b, Lange Malterse 1-81 und 2-54, Menzelstr. 2, Rombacher Hütte 2-24 und 3-19, Schützenstr. 3-25, 59-157 und 62-154, Weifeldweg 16-54 und 25-69, Weitmarer Str. 14-82 und 17-75d

    Im Rahmen der Evakuierung werden Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Ordnungsamtes und von Hilfsorganisationen die Häuser kontrollieren. Für die betroffenen Bewohner wird eine Betreuungsstelle in der Graf-Engelbert-Schule an der Königsallee 77-79 eingerichtet, teilt die Feuerwehr mit. Für den Transport werden Shuttlebusse zwischen dem Evakuierungsbereich und der Betreuungsstelle pendeln. Auch für gehbehinderte oder bettlägerige Personen stehen geeignete Tarnsportmittel zur Verfügung. Selbstverständlich werden alle Personen nach erfolgter Entschärfung wieder zurückgebracht.

    Für weitere Bürgerfragen wurde ein Bürgertelefon unter Tel. 0234/ 910 - 33 33 eingerichtet.

    16.30 Uhr: Die zehn Zentner schwere Fliegerbombe in Bochum-Weitmar muss noch am Donnerstagabend entschärft werden. Das bestätigt die Feuerwehr Bochum. Betroffen sind deutlich mehr Anwohner als bisher gedacht: 3875. Auch die Autobahn A 448 muss zeitweise gesperrt werden. "Wir versuchen das als allerletztes zu machen", so ein Sprecher der Feuerwehr. Diese informiert nun die Anwohner und bereitet alles vor. Die Entschärfung wird wohl erst nach Anbruch der Dunkelheit beginnen.

    14.40 Uhr: Der Verdacht auf einen Blindgänger hat sich nach Angaben der Feuerwehr bestätigt. Wie groß die Weltkriegsbombe ist und ob sie überhaupt noch einen Zünder hat, sei aber unklar. Erst wenn das sicher ist, wird auch über eine Evakuierung entschieden.

    12 Uhr: Noch immer ist nicht klar, ob sich der Verdacht bestätigt. Die Feuerwehr geht davon aus, "gegen Mittag" mehr zu wissen.

    10 Uhr: Die Firma verhängt den Bauzaun um die Fundstelle mit Planen. Ob das eine Zeichen dafür ist, dass es sich tatsächlich um eine Weltkriegsbombe handelt, möchten der dort arbeitende Firma noch nicht verraten. Anwohner zeigen sich derweil noch gelassen und beobachten die Szenerie aus ihren Fenstern.

    8 Uhr: Seit dem Donnerstagmorgen ist eine Kampfmittel-Firma vor Ort, um die mögliche Fliegerbome zu suchen. Entdeckt wurde die Verdachtsstelle bei Vorbereitungen wegen einer geplanten Baumaßnahme. Deshalb wurden alte Luftaufnahmen von der Bezirksregierung genau ausgewertet.

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