Gerther Treff

Der Verein Gerther Treff will den Stadtteil beleben

Marion Kensy, Astrid Richter und Dörte Richter (vorn v.l.) sowie Klaus Gesk und Willi Richter freuen sich über die neu gestaltete Marktbude.

Marion Kensy, Astrid Richter und Dörte Richter (vorn v.l.) sowie Klaus Gesk und Willi Richter freuen sich über die neu gestaltete Marktbude.

Foto: Dietmar Wäsche

Gerthe.   Beim neuen Projekt „Schaukästen“ können sich Vereine präsentieren. Der BV Hiltrop hat die Marktbude mit historischen Bildern verschönert.

Mit der Marktbude hat der Verein Gerther Treff eine Erfolgsgeschichte geschrieben. „Unser Ziel, damit einen Treffpunkt und Möglichkeit zum Austausch zu schaffen, haben wir längst erreicht“, sagt die Vorsitzende Marion Kensy, „viele fragen schon jetzt, wann die Saison wieder losgeht“.

Da es sich um einen kleinen Kiosk handelt und der „Kaffee anne Bude“ nur draußen genossen werden kann, öffnet der Ausschank erst wieder im April. Bis dahin hat der Verein auch noch viel zu tun: Die Mitglieder wollen die Fassade reinigen, die Dachrinnen säubern und den Stromkasten streichen. „Außerdem würden wir gerne Bänke aufstellen sowie Blumenkübel, um etwa die Wildpinkler von der Bude zu vertreiben.“

Schaukästen angeschafft

Für sein Projekt „Info-Punkt Marktbude“ hat der Verein jetzt erneut – zum fünften Mal – beim Stadtteilwettbewerb von Bochum Marketing gewonnen. Mit der Förderung von 2525 Euro sollen Schaukästen angeschafft werden. Die dienen dann als kleine Info-Börse über Aktivitäten im Bochumer Norden. „Ein Kasten kostet 250 Euro; die stellen wir Vereinen, Schulen und Institutionen zur Verfügung.“

Flyer und Zettel

Damit wird der Marktplatz in Gerthe, eigentlich durch das Ausbluten der Fußgängerzone für kaum mehr als zum Parken genutzt, einmal mehr zum Umschlagplatz für Neuigkeiten aus dem Stadtteil. Jeder Verein kann über seine Aktivitäten, Termine und Angebote in einem der Schaukästen berichten; dabei nimmt Evelyn Gesk, die im Seniorenbüro Nord (Gerther Straße 20) mitarbeitet, gerne Flyer und Zettel entgegen.

Die Marktbude selbst präsentiert sich in neuem Gewand, mit historischen Fotografien. Dafür hat der BV Hiltrop gesorgt. Kensy: „Vor zwei Jahren wählte der Verein seinen Jugendvorstand neu und wir kamen ins Gespräch. Einer von ihnen, Sebastian Hackforth, sagte Unterstützung über seine Firma zu.“ Die Marktbude wurde mit Alu-beschichteten Platten versehen, und auf diese wurden die Motive gedruckt.

Viele Erinnerungen

Dazu stöberte sie vorab im Stadtarchiv, wühlte mit Günter Krethke, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Nord, im Keller des Amtshauses Gerthe nach alten Bildern und stieß auf alte Kalenderbilder. „Im Grunde sind diese Bilder eine Umsetzung der zahllosen Gespräche der Gäste bei ,Kaffee anne Bude’, die vielen Erinnerungen, die die Leute austauschen.“ Etwa an die Zeche Lothringen oder an die Zeit, als noch die Straßenbahn durchs Gerther Zentrum fuhr.

Die Verschönerung soll zum Saisonstart am 23. April gefeiert werden, sofern das Wetter es zulässt.

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