Wirtschaft

Bochums Gesundheitscampus macht Fortschritte

Formen nimmt  das Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft (IZG) an. Am Montag wird Richtfest gefeiert. Ende des Jahres soll das Gebäude dann von vier Firmen bezogen werden.

Foto: Olaf Ziegler

Formen nimmt das Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft (IZG) an. Am Montag wird Richtfest gefeiert. Ende des Jahres soll das Gebäude dann von vier Firmen bezogen werden. Foto: Olaf Ziegler

Bochum.   Das Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft feiert Richtfest. 5,5 Millionen Euro investieren zwei Bauherren in die Immobilie.

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Der Gesundheitscampus füllt sich. Dort, wo vor einigen Jahren noch geradezu gähnenden Leere herrschte, steht mittlerweile ein ansehnliches Ensemble von Forschungs- und Bürogebäuden. Die nächste dieser Immobilien hat jetzt ein markantes Etappenziel erreicht: Am kommenden Montag, 3. Juli, wird im Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft (IZG) Richtfest gefeiert.

Vier Unternehmen, darunter die beiden Bauherren, die bundesweit tätige Management-, Unternehmens- und Personalberatung Contec GmbH und die Kampmann Hörsysteme GmbH, wollen Anfang 2018 die vier Stockwerke mit einer Fläche von insgesamt 2500 Quadratmetern mit etwa 100 Mitarbeitern beziehen. Die Büroausstattung zumindest der Contec GmbH muss dabei nicht weit transportiert werden. Sie ist bislang im unweit gelegenen Biomedizinpark an der Ruhr-Uni zu Hause.

Vernetzung von Innovationen

Dort indes wird es allmählich zu eng für das 1998 von Detlef Friedrich gegründete Bochumer Unternehmen. 5,5 Millionen Euro investieren die Hausherren in die Immobilie. Zuletzt hatte das Softwareunternehmen GBTEC und die Visus Health IT GmbH sich in der Nachbarschaft niedergelassen.

Ins Innovationszentrum Gesundheitswirtschaft (IZG) ziehen Unternehmen ein, die für Vernetzung und Innovationen stehen und hier unter anderem Telemedizinische Dienstleistungen neu entwickeln. So wird die Kampmann Hörsysteme GmbH gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit und der St.-Elisabeth-Stiftung neue Formen der Telerehabilitation für Implantatträger entwickeln und erproben. Einer der Mieter, die MedEcon Ruhr, beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken von Unternehmen, Einrichtungen und Berufsgruppen aus den unterschiedlichen Sektoren der Gesundheitswirtschaft.

technologische und soziale Innovationen

Mit standortübergreifenden Kooperationen sollen technologische und soziale Innovationen das regionale Gesundheitsmanagement für die Menschen an der Ruhr verbessern und bundesweite Ausstrahlung haben. Neue Formen innovativer Bildung für kleine und mittelständische Unternehmen der Sozialwirtschaft, Gesundheit und Arbeitsschutz für Mitarbeitende sollen hier durch einen weiteren Mieter entwickelt werden. Geplant und umgesetzt hat das Projekt das Bochumer Büro Tor5-Architekten.

Bauherr Detlef Friedrich (Contec) freut sich über das Wachstum der Branche und die Weiterentwicklung des Gesundheitscampus: „Mit diesem Neubau und dem Konzept mit Netzwerkcharakter möchten wir einen Beitrag zur Etablierung des Standortes Bochum und der Region als wichtigen Player in der Gesundheitswirtschaft leisten.“ Aus Sicht von Co-Bauherr Dirk Kampmann bietet der Standortideale Möglichkeiten, gemeinsam mit der Hochschule für Gesundheit neue Angebote zur Verbesserung der Hörgesundheit zu entwickeln und im Markt zu etablieren.

Alternativer Standort

55 000 qm groß ist der Teil des Gesundheitscampus’, der für Ansiedlungen von Unternehmen und Instituten bereit steht.

Nach Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung wird das Areal auf absehbare Zeit vergeben sein.

Ein alternativer Standort für die Gesundheitsbranche wäre das Gewerbegebiet Mark 51/7 entlang der Wittener Straße.

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