Wirtschaft

Der Baumarkt Toom will schon 2020 in Wattenscheid eröffnen

Auf dem ehemaligen Aquella-Gelände will der Baumarkt „Toom“ aus dem Rewe-Konzern eröffnen.

Auf dem ehemaligen Aquella-Gelände will der Baumarkt „Toom“ aus dem Rewe-Konzern eröffnen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Wattenscheid-West/Leithe.   Der Baumarkt „Toom“ will bereits 2020 auf das ehemalige Aquella-Gelände an der Berliner Straße ziehen. Konkurrent „Bauhaus“ ist aus dem Rennen.

„Der neue Markt bietet dann auf insgesamt 6600 Quadratmetern ein Sortiment rund ums Modernisieren, Renovieren und Gestalten“, erklärt Toom-Sprecherin Daria Ezazi. Auch ein Gartencenter mit einer Gesamtfläche von 3400 Quadratmetern für Pflanzen, Gartenzubehör und -möbeln sei geplant. Der Markt sei „in umweltgerechter Bauweise“ vorgesehen.

Das Thema Baumarkt-Ansiedlung auf dem Gelände ist seit Jahren in der Diskussion – auch wegen der Zufahrtsregelung, denn die Anwohner befürchten Lärmprobleme. Der Bebauungsplan 917 befindet sich seit 2012 in Aufstellung. Kürzlich wurden in der Bezirksvertretung die aktuellen Planungen vorgestellt. So soll der Markt insgesamt eine Verkaufsfläche von 10.000 Quadratmetern haben. Geplant ist, den Kundenverkehr über die Berliner Straße zu lenken; die Zu- und Abfahrt der Anlieferung durch Lkw soll aber über die vorhandene Zufahrt der Bestandshalle an der Steeler Straße erfolgen. Für den Baumarkt sollen an der Berliner Straße neue Ampeln an der Berliner Straße eingerichtet werden – auf Kosten des Investors. Dann würde es auf dieser für Wattenscheid wichtigen Nord-Süd-Achse drei Ampelanlagen über knapp 500 Metern Länge geben, wo zu Stoßzeiten schon jetzt viel Verkehr herrscht.

Die Anwohner sind besorgt

Offenbar sind bei zu der Baumarkt-Ansiedlung weiterhin noch viele Fragen offen. „Wir wollen eine Infoveranstaltung, auf der die Verwaltung sich den Fragen der Bürger stellt“, meint Burkart Jentsch (SPD-Ratsherr für Leithe). Es sei wichtig, „dass durch den Baumarkt die Anwohner in angrenzenden Wohngebieten nicht unnötig belastet werden“.

Die erforderlichen Stellplätze von 279 für Kundenfahrzeuge und 60 Fahrradstellplätze sollen außerhalb der Anbauverbotszone (40-Meter-Streifen) errichtet. Die restlichen 90 Stellplätze sollen innerhalb der Anbauverbotszone liegen. Hierzu liege eine Zustimmung des Landesbetriebs Straßen NRW vor.

Mehrere Gutachten wurden bereits eingereicht

Zur Beurteilung der Erschließung ist bei der Stadt ein Verkehrsgutachten eingereicht worden, das durch das Stadtplanungsamt und Straßen NRW geprüft wurde. Es wird mit ca. 2100 Kunden täglich gerechnet. Das Schallschutzgutachten sei durch die gemeinsame Umweltschutzbehörde Bochum-Dortmund-Hagen geprüft worden, es bestünden keine Bedenken. Zum Verkehrsgutachten und zur Erschließung liegt laut Stadt eine positive Stellungnahme vor.

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