Schwäne

Das Schwäne-Sterben am Ümminger See in Bochum geht weiter

Immer weniger Schwäne schwimmen auf dem Ümminger See in Bochum. Sehr zum Leidwesen der vielen Besucher, die sich ihres Anblicks erfreuen.

Immer weniger Schwäne schwimmen auf dem Ümminger See in Bochum. Sehr zum Leidwesen der vielen Besucher, die sich ihres Anblicks erfreuen.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Bochum-Ost.  Mindestens ein weiterer Schwan vom Ümminger ist gestorben, womöglich noch ein zweiter. Nun wird eine weitere Ursache ins Spiel gebracht.

Das Schwäne-Sterben am Ümminger See in Bochum geht weiter. Mindestens ein weiterer Vogel ist tot aufgefunden worden – am Freitagmorgen, 11. September. „Er trieb um sieben Uhr tot im Wasser, 20 Meter von der Anlegestelle vom Suntums Hof entfernt“ berichtet unser Leser Wolfgang Dominik, der dort jeden Vormittag mit Frau und Hund spazieren geht. Stadt und Feuerwehr bestätigen eine „ungewöhnliche Häufung von Einsatzen am Ümminger See“ und den einen Todesfall, einen weiteren jedoch nicht.

Weiterer Todesfall: Bochumer in Sorge um die Schwäne am Ümminger See

So wollen Besucher des Ümminger Sees vor rund zehn Tagen einen weiteren Jungschwan sterbend gesehen haben. Rainer Brinkmann, ebenfalls Dauergast am Ümminger See, zählt inzwischen nur noch drei Schwäne im Naherholungsgebiet: „Die Mutter und ein Jungtier, dazu der Schwan, der schon seit einem Jahr hier lebt.“ Im Juni seien es insgesamt noch acht Schwäne gewesen, macht er sich Sorgen.

Dass das Schwäne-Sterben einen bakteriellen Hintergrund hat, glaubt Brinkmann nicht. Botulismus hatte die Stadt Bochum als Ursache vermutet, da die Untersuchung eines der drei toten Schwäne von Mitte August kein eindeutiges Ergebnis hervorbrachte. Gerade in heißen Zeiten können sich Bakterien mit sinkendem Sauerstoffanteil im Wasser gut vermehren. Doch heiß war es im August, nicht jetzt, im September.

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Von daher tippen Michael Brinkmann und andere Besucher des Ümminger Sees, mit denen er immer wieder ins Gespräch kommt, auf eine andere Todesursache: Rattengift. Damit würden die unbeliebten Nager rund um die wiederbelebte Gastronomie am Suntums Hof bekämpft, heißt es. In der Folge lägen einige der verendeten Tiere im See, was in der Tat stimmt.

Aber ob die Schwäne wirklich durch Rattengift bzw. vergiftete Ratten zu Tode kamen? Alles Spekulation, der aktuell auch die Stadt noch kein Ende bereiten kann. Mehr als die Bestätigung, dass es am Ümminger See mindestens einen weiteren toten Schwan zu beklagen gibt, war aus dem Rathaus bis Freitagnachmittag nicht zu erfahren. Antworten aus den Fachämtern stünden noch aus, sagte Stadt-Sprecher Peter van Dyk auf WAZ-Nachfrage.

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