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Das hat der neue Biomarkt in Bochum-Langendreer zu bieten

Hell und geräumig: Denn’s Biomarkt in Bochum-Langendreer bietet auf 780 Quadratmetern eigenen Angaben zufolge mehr als 6000 Bio-Produkte.

Hell und geräumig: Denn’s Biomarkt in Bochum-Langendreer bietet auf 780 Quadratmetern eigenen Angaben zufolge mehr als 6000 Bio-Produkte.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer.  In Nachfolge von Rewe Artmann hat in Bochum-Langendreer Denn’s Biomarkt eröffnet. Das Angebot ist groß, aber anders. So urteilen die Kunden.

„Schön, dass Sie da sind.“ „Endlich!“ Und auch ein herzliches „Wurde auch Zeit.“ Sätze, die die Mitarbeiter von Denn’s Biomarkt bei der Eröffnung am Donnerstagvormittag oft zu hören bekommen. Denn in Bochum- Langendreer – und auch weit über den Stadtteil hinaus – ist man sehr froh, wieder am Birkhuhnweg 5a einkaufen zu können.

Neuer Biomarkt in Bochum-Langendreer – das sagen die Kunden

Nachdem Rewe und Naturkost Artmann im Juni geschlossen wurden, gab es in Kaltehardt für drei Monate keinen Nahversorger mehr. Und auch jetzt ist das Angebot anders als vorher. Bei Artmann war vor allem der Mix besonders – und deshalb so beliebt: Lebensmittel für den täglichen Bedarf von Rewe in Kombination mit Bio-Ware. Denn’s verfolgt ein anderes Konzept und setzt zu 100 Prozent auf Bio.

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Was der neue Markt zu bieten hat? „Bio für jeden Tag“, bringt es Corina Vockenberg, Regionalleiterin von Denn’s, auf den Punkt. „Alles, was Sie in unserem Markt finden, sind zertifizierte Bio-Lebensmittel.“ Laut Denn’s „mehr als 6000 Artikel“. Geöffnet hat Denn’s montags bis samstags, jeweils von 8 bis 20 Uhr.

Der Biomarkt wirkt sehr hell und freundlich. Es gibt zwei Frischetheken für Fleisch und Käse, eine große Obst- und Gemüseabteilung und jede Menge Tiefgefrorenes. Einen Schwerpunkt bildet das Angebot an unterschiedlichen Tee- und Mineralwassersorten, sagt Vockenberg. Und die Naturkosmetik-Abteilung kurz vor den Kassen.

Die Sorge, dass sich Leute mit kleinerem Geldbeutel den Einkauf im Biomarkt nicht leisten können, teilt Corina Vockenberg nicht: „Etwa 200 Produkte aus unserem Preistipp-Sortiment und stetig wechselnde Angebote ermöglichen es auch preisbewussten Kunden, in Bio-Qualität einzukaufen.“ Das ist auch der erste Eindruck einiger Kunden, die den Biomarkt nach ihrem Premieren-Einkauf wieder verlassen.

Die Zufriedenheit, das fällt schnell auf, überwiegt. „Gut gelungen“, urteilt Monika Schmitt, die aus Werne gekommen ist. Dass es nun ausschließlich Bio-Ware gibt, stört sie nicht. „Ich hatte auch vorher bei Artmann fast nur Bio gekauft“, sagt sie.

Start mit kleinen Anlaufschwierigkeiten

„Erstmal zufrieden“ ist auch Renate Wohlfahrt aus dem „Dorf“ Langendreer. „Das Meckern kommt später“, schiebt sie lachend nach. Sie ist froh, dass es einen Artmann-Nachfolger gibt und will „heute erstmal gucken“. Dementsprechend überschaubar sieht es in ihrem Einkaufswagen aus. Aber – sie will wiederkommen.

Wie die meisten anderen Kunden. „Obwohl sich das Flair geändert hat“, mäkelt eine Frau, die ihren Namen nicht nennen möchte. „Das ist jetzt halt mehr Supermarkt und nicht mehr der nette kleine Laden nebenan“, sagt sie. Die große Auswahl sei allerdings ein Pluspunkt. „Nun kommt es auf die Freundlichkeit an.“ Artmann-Stammkunden seien dahingehend verwöhnt. „Der Kundengedanke war vorher vorbildlich“, sagt die Frau, die sich freut, dass von der alten Belegschaft einige Mitarbeiter bei Denn’s eine neue Anstellung gefunden haben.

Herbert Tischer wohnt „um die Ecke“ und genießt es, jetzt wieder „mal eben“ einkaufen gehen zu können. „Alles, was ich brauche, bekomme ich hier“, sagt er zufrieden. „Ich vermisse nichts.“ Im Gegenteil: Den Biomarkt findet er sogar besser als dessen Vorgänger.

Dabei läuft am Eröffnungstag noch längst nicht alles rund. So wurden zum Beispiel keine Zeitungen geliefert. Kümmern will sich Corina Vockenberg auch um Haken für Hundeleinen. Fahrradständer Hundenapf, kostenlose Einkaufs-Chips aus Holz – an alles wurde gedacht, nur daran nicht.

Ob das (überwachte) Parken zu einem Problem wird? Die mit Parkscheibe erlaubten 45 Minuten seien zu wenig, sagt eine Kundin. „Wir beobachten das und werden gegebenenfalls korrigieren“, verspricht Corina Vockenberg.

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