Gastronomie

Das Bochumer „Zentral“ stellt sich zum Jubiläum neu auf

Jamil Hashmi (li.) und Hare Mrkonjic (re.) sind die Geschäftsführer im „Zentral“. Nadarajah Elankumaran (Mitte) ist hier seit 15 Jahren als Koch beschäftigt.

Jamil Hashmi (li.) und Hare Mrkonjic (re.) sind die Geschäftsführer im „Zentral“. Nadarajah Elankumaran (Mitte) ist hier seit 15 Jahren als Koch beschäftigt.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Das Bochumer Café-Restaurant „Zentral“ wird 25 – und stellt sich zum Jubiläum neu auf. Vor allem das Abendgeschäft soll angekurbelt werden.

Manche Lokale sind mehr als ein Cafè, ein Restaurant, eine Bar. Sie gelten als Institution, als unverzichtbarer Bestandteil der urbanen Szene. In der Bochumer Innenstadt darf sich das „Zentral“ mit dieser raren Auszeichnung schmücken. Zum 25-jährigen Bestehen wird die Café-Tradition gepflegt – und die Küche zugleich zukunftsfit gemacht.

„Kaum eine Außenterrasse in Bochum hat länger Sonne. Und nirgendwo kann man die Flaneure und Cabriofahrer besser beobachten als hier“: Treffsicher beschrieb einst das Revier-Magazin Prinz die Vorzüge des „Caffè Zentral“, wie die von der Logos-Gruppe gegründete Gastronomie an der Luisenstraße lange Zeit hieß. Sehen und gesehen werden: Das war und ist auf dem schmalen Trottoir unweit des Südrings Teil des Geschäftsmodells – vom Stammpublikum schmerzlich vermisst, als es 2015/2016 wegen arbeitsgerichtlicher Auseinandersetzungen zu einer über einjährigen Schließung kam.

Herwig Niggemann leistete Hilfe als Berater

Draußen strahlt der Hot Spot. Drinnen gibt’s Handlungsbedarf. Meint Herwig Niggemann, als ehemaliger Inhaber des Lebensmittel-Großhandels in Hofstede ein profunder Kenner der Gastro-Landschaft. Meinen auch Jamil Hashmi (43) und Hare Mrkonjic (40), die 2016 die Geschäftsführung übernommen haben. Mit Unterstützung von Niggemann haben sie das Konzept überarbeitet. Ziel: das „ZENTRAL“, wie es nun schlicht heißt, über Café, Frühstück und Mittagstisch hinaus verstärkt für das Abendgeschäft zu erschließen.

Die wohltuend schlanke Karte offeriert von knackig frischen Salaten (ab 9,50 Euro) über Pasta (der Zentral-Klassiker, ab 8,50 Euro) bis zu Fleisch und Fisch alles, was eine zeitgemäße Küche für den kleinen und großen Hunger auftischen muss. Besonders beliebt und empfehlenswert: das Wiener Kalbsschnitzel (22,50 Euro), der Pulled Lachs (17,50 Euro) und der Oktopus vom Grill (18,90 Euro). Mehr als nur eine Dreingabe: die Saisonkarte mit jeweils drei bis vier wechselnden Gerichten. Bemerkenswert: die Weinkarte mit jeweils zehn Rot- und Weißweinen zum Einheitspreis von 19,90 Euro pro Flasche.

Auch Promis schauen gerne vorbei

Der Relaunch scheint gelungen. Die 80 Sitzplätze im Lokal und weitere 80 „auf der Galerie“ vor der Tür sind gefragt. Der Promi-Faktor ist hoch. Schauspielhaus-Intendant Johan Simons schaut ebenso regelmäßig vorbei wie das Ehepaar Müntefering und die Profis des VfL. Die Institution lebt.

Zentral, Luisenstraße 15-17, www.zentral-bochum.de, täglich ab 9 Uhr, sonntags ab 10 Uhr geöffnet.

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