Coronaepidemie

Coronavirus in Bochum: Akafö sagt Hochschulball ab

Der Hochschulball in der Akafö-Mensa der Ruhr-Universität Bochum ist wegen des Coronavirus abgesagt.

Der Hochschulball in der Akafö-Mensa der Ruhr-Universität Bochum ist wegen des Coronavirus abgesagt.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Bochum.  Schon 16 Bochumer sind mit dem Coronavirus infiziert. Nun reagieren die Hochschulen. Auch das Akafö sagt den Hochschulball in der Ruhr-Uni ab.

Schon 16 Bochumer sind mit dem Coronavirus infiziert. Vor dem Semesterstart treffen nun auch die Bochumer Hochschulen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie. Der Hochschulball in der Akafö-Mensa auf dem Gelände der Ruhr-Universität (RUB) ist nun abgesagt.

Diese Entscheidung fiel die Geschäftsführung des Akademischen Förderungswerks. „Der Hochschulball ist ein langjähriges Traditionsereignis in Bochum. Aber die Vorgaben der Landesregierung und der Stadt Bochum im Umgang mit Großveranstaltungen sind unmissverständlich und richtig“, erklärt Jörg Lüken, Geschäftsführer des Akafö.

Gäste des Hochschulballs wären in der Risikogruppe

„Wir können nicht anders handeln, da zwischen 1500 und 2000 Gäste zu dem Ball erwartet werden“, sagt Jonathan Ludwig vom Akafö, „Außerdem sind unter den Gästen des Balls immer viele Mitarbeiter und ältere Gäste. Das wäre ja die direkte Risikogruppe.“ Der Ball war für den 25. April geplant gewesen.

„Die Semesteranfangsparty in der Mensa, die für Anfang Mai geplant war, sagen wir auch ab“, erklärt Ludwig. Kleinere Veranstaltungen des Akafö im Kulturbereich, Formate wir das Kneipenquiz und Power Point Karaoke würden derzeit mit dem Prüfkatalog der Stadt abgeglichen.

Ruhr-Uni sagt Eröffnungstag ab

Die Hochschule Bochum sowie die Ruhr-Universität entscheiden in den kommenden Tagen welche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie getroffen werden. Die Ruhr-Universität teilte mit, dass der Tag der offenen Tür am 27. März sowie der „Girls’ and Boys’ Day“ am 26. März nicht stattfinden werden.

Auch alle Veranstaltungen im Blue Square-Gebäude in der Kortumstraße sind bis zum Ende der Osterferien abgesagt. „Dies betrifft die öffentlich und vom Dezernat Hochschulkommunikation der RUB organisierten Vorträge, Workshops und ähnliches bis einschließlich zum 19. April 2020“, teilte die Ruhr-Universität mit. „Die Ausstellung ,Wie wir die Welt sehen’, die am Freitag, 13. März 2020, endet, ist bis dahin jedoch noch geöffnet.“

TH Agricola bereitet Vorlesungen als Videokonferenzen vor

Die Technische Hochschule Georg Agricola teilte mit, den Semesterstart nicht verschieben zu wollen. Es bleibe bei der Prüfungswoche ab dem 16. März und dem Start der Vorlesungszeit am 23. März. Für den Fall, dass der Studienbetrieb doch eingestellt werden muss, würden Alternativen wie Vorlesungen bei Videokonferenzen oder Homeoffice-Lösungen für die Mitarbeiter vorbereitet.

In den anstehenden Prüfungen sollen die Studenten in einem größeren Abstand zueinander sitzen. „Prüfende, die offensichtlich akut an einer Atemwegserkrankung leiden, werden aufgefordert, die Prüfung abzubrechen und den Prüfungsraum und die THGA zu verlassen“, teilte Martina Kiphardt von der Hochschule mit.

Internationale Studenten aus ausgewiesenen Risikogebieten würden erst später ihr Studium an der Hochschule antreten. Deutsche Studierende, die aktuell in einem Risikogebieten studieren, können ihren Aufenthalt abbrechen, dürften allerdings den Campus der Hochschule zwei Wochen lang nicht betreten. „Reisen von Studierenden in ein Risikogebiet werden nicht genehmigt“, erklärte Kiphardt.

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