Corona

Corona macht’s möglich: Bochum wird zur Stadt der Engel

Nicht nur Einkäufe werden für von Corona besonders betroffene Personen übernommen. Die Angebote der Nachbarschaftshilfen in Bochum sind vielfältig.

Nicht nur Einkäufe werden für von Corona besonders betroffene Personen übernommen. Die Angebote der Nachbarschaftshilfen in Bochum sind vielfältig.

Foto: Fabian Sommer / picture alliance/dpa

Bochum.  Überall in den Stadtteilen Bochums werden Hilfsaktionen organisiert. Wer auf Unterstützung angewiesen ist, hat immer mehr Auswahl. Ein Überblick.

Rita Wintermann ist ganz gerührt. Gerade hat sie einen Aushang im Hausflur entdeckt: „Wir würden gerne helfen. Sollten Sie über 65 Jahre alt sein oder einer Risikogruppe angehören, können wir für Sie einkaufen oder zur Apotheke gehen. Bitte sprechen Sie uns an oder werfen Sie einen Zettel in unseren Briefkasten. Gern können Sie uns auch anrufen“. „Diese Hilfsbereitschaft finde ich toll“, sagt Wintermann, die im Ehrenfeld lebt und sichtlich stolz auf ihre Nachbarn ist. Nur eine von vielen Hilfsaktionen in Zeiten von Corona, die derzeit im gesamten Stadtgebiet organisiert werden. Bochum wird mehr und mehr zur Stadt der Engel.

Corona: Immer mehr Nachbarschaftshilfen entstehen in Bochum

Wir listen an dieser Stelle mehrere dieser Angebote hilfsbereiter Menschen auf – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

In Werne hat sich in Kooperation mit dem Stadtteilmanagement, das den aktuellen Stadtentwicklungsprozess begleitet, eine Nachbarschaftshilfe formiert – „von Nachbarn, für Nachbarn“. Wer Hilfe benötigt, etwa bei Einkäufen und andere Erledigungen (Supermarkt, Apotheke, Post…), beim Gassigehen mit de

- oder handwerkliche Arbeiten, kann sich melden, um unbürokratische Unterstützung zu erfahren. Hilfsanfragen und auch -angebote an: Tel. 0177/ 771 30 26.

Auch das Seniorenbüro Ost bietet solche Hilfe an. Kontaktperson ist Franco Puleo, erreichbar unter Tel. 0176/ 38 76 56 32 und Tel. 0234/ 54 47 65 01.

Die Ehrenamtlichen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Stadtverband Bochum & Wattenscheid möchten ebenfalls ihre Unterstützung anbieten, damit ältere und vom Coronavirus besonders gefährdete Menschen nicht mit einem mulmigen Gefühl einkaufen gehen müssen. Übernommen wird der Einkauf, der kostenlos und möglichst kontaktlos bis zur Haustür gebracht wird. Kontakt: Tel. 0178/ 685 48 04 (12 bis 18 Uhr). Weitere Info auf www.kjg-riemke.de .

In Absprache mit der Bochumer Ehrenamtsagentur e.V. wird auch für das Westend Hilfe während der Corona-Krise (Einkaufshilfen, Informationen) organisiert. Wer Unterstützung benötigt, kann sich melden, aber auch, wer mithelfen möchte. Kontakt: Team Seniorenbüro Mitte, Tel. 0234/ 92 78 63 90, ilka.genser@diakonie-ruhr.de, und Team Q1 (Ifak e.V., Ev. Kirchengemeinde Bochum), Dorte Huneke-Nollmann, Tel. 0234/ 97 61 92 18, stadtteil@q1-bochum.de .

Die Fußballer der SV Langendreer 04 haben die Aktion „Hilfe in Zeiten von Corona“ ins Leben gerufen. Wer Unterstützung benötigt oder gerne helfen möchten, kann sich über eine E-Mail an fussball@langendreer04.de melden.

Wer die Unterstützung durch den Förderverein der Gemeinde St. Nikolaus von Flüe (Dorstener Straße 368) in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter Tel. 0176/ 60 16 58 83 oder über eine E-Mail an foerderverein-nikolaus-von-fluee-bochum@gmx.de melden.

Das DRK-Quartiersprojekt in Weitmar surft auch auf der Welle der Hilfsbereitschaft mit: Wer Hilfe benötigt oder sich ehrenamtlich engagieren will, kann sich unter Tel. 0234/ 944 51 40 oder über eine E-Mail an nachbarschaftshelfer.weitmar@web.de melden. Weiter verweist das DRK auf die Nachbarschaftsplattform www.nebenan.de .

Wer in Laer Hilfe benötigt oder wer helfen möchte, kann sich immer montags, mittwochs und freitags zwischen 10 und 12 Uhr unter der Telefonnummer Tel. 0234/ 35 54 49 oder per Mail an laer.hilft@gmail.com an die Laer’sche Runde wenden.

Bei der Freien evangelischen Gemeinde Bochum-Ost stehen Ehrenamtliche als Ansprechpartner für die Hilfsaktion parat: Tel. 0234/ 927 15 87 und info@bochum-ost.feg.de . Pastor Tim Linder betont, dass man sich bei der Hilfsaktion allerdings auf den Bochumer Osten beschränken müssen. Alles weitere würden die personellen Kapazitäten leider nicht hergeben.

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Für Hilfe in anderer Form will der Förderverein Harpen der Arbeitsgemeinschaft Harpener Vereine sorgen. Man weist darauf hin, dass die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen, Verbänden und Gruppen durch die Auswirkungen des Coronavirus nahezu unmöglich geworden ist. Den betroffenen Vereinen entstünden durch Verbote von Veranstaltungen erhebliche wirtschaftliche Verluste, die existenzgefährdend sein könnten. Von daher wird zu Spenden für ehrenamtlich bzw. gemeinnützig tätige Gruppen in Harpen aufgerufen. Weitere Info auf www.foerderverein-harpen.de .

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