Corona

Corona in Bochum: Modehaus Sinn prescht im Ruhrpark vor

Vorgeprescht ist das Modehaus Sinn im Ruhrpark. Dort hat es bereits am Donnerstag seine Waren auf der gesamten Fläche und nicht nur auf den bislang erlaubten 800 Quadratmetern präsentiert. Das soll offiziell erst von Montag (11. Mai) an möglich sein.

Vorgeprescht ist das Modehaus Sinn im Ruhrpark. Dort hat es bereits am Donnerstag seine Waren auf der gesamten Fläche und nicht nur auf den bislang erlaubten 800 Quadratmetern präsentiert. Das soll offiziell erst von Montag (11. Mai) an möglich sein.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum.  Rückkehr zur Normalität ist in Corona-Zeiten das Ziel. Auch in Bochum. Nun ist das Modehaus Sinn im Ruhrpark allerdings unerlaubt vorgeprescht.

Die fortschreitenden Lockerungen in der Corona-Krise werden bald auch für eine Rückkehr zur Normalität im Publikumsverkehr der Stadtverwaltung führen. An- und Abmeldungen von Fahrzeugen beim Straßenverkehrsamt und andere Bürgerleistungen könnten dann wieder persönlich und nicht nur online erledigt werden. Derweil ist in Sachen Lockerung ein Modehaus vorgeprescht.

Nicht vom Ordnungsamt, sondern von aufmerksamen Besuchern gemeldet wurde der WAZ die Öffnung des Modehauses Sinn im Ruhrpark auf der gesamten Verkaufsfläche. Das Unternehmen mochte dazu am Donnerstag keine offizielle Stellungnahme abgeben. Hinter vorgehaltener Hand wurde jedoch eingeräumt, dass nicht nur auf der derzeit erlaubten Fläche von maximal 800 Quadratmetern verkauft wurde.

Besucher werden registriert

Derweil beschäftigt sich Bochum mit der Umsetzung der neuen Landesvorgaben, die in der jüngsten Coronaschutzverordnung aufgelistet sind. Unterstrichen wird darin, dass beim Einkauf Nase und Mund nicht nur im Geschäft, sondern auch draußen vor einem Laden in einer Warteschlange bedeckt sein müssen. Und: Anders als vom Land zunächst kommuniziert, ist der Besuch von Angehörigen im Altenheim nicht erst vom Muttertag, 10. Mai, an wieder möglich, sondern bereits am Samstag, 9. Mai.

Neben den bereits üblichen Abstands- und Hygieneregeln müssen Besucher zusätzliche Vorgaben einhalten. Sie müssen Besuche mit der Einrichtung abstimmen, da die Dauer und Besucheranzahl begrenzt sind. Außerdem ist eine Registrierung und Befragung der Personen gesetzlich vorgeschrieben. Der Besuch in den Zimmern soll nur in Ausnahmefällen möglich sein.

Awo setzt auf Pagodenzelte

Da die mehr als 4000 Personen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen nicht alle am gleichen Tag besucht werden können, arbeiten alle Häuser derzeit an Konzepten, um den Besuchsverkehr zu regeln. Die Seniorenheime der Awo etwa können nach Angaben der Wohlfahrtsorganisation von Sonntag (10.) an wieder besucht werden. Die Awo setzt dabei auf Pagoden-Zelte, die sie im Außenbereich der Seniorenheime aufstellen lässt. Plexiglasabtrennungen sollen für Sicherheit sorgen. Jeder Bewohner kann täglich von bis zu zwei Personen besucht werden. Die Treffen werden voraussichtlich maximal 30 Minuten dauern und voraussichtlich auf eine Person beschränkt sein. Besucher müssen eigene Masken mitbringen.

Die Stadt arbeitet derweil mit Hochdruck an einer Regelung für die künftige Nutzung von Sportplätzen und Turnhallen. Sie steht dabei im Austausch mit den Vereinen. Voraussichtlich von Montag (11.) an sollen die Anlagen wieder genutzt werden können. In der Verwaltung selbst wird für viele Bereiche bereits über die Rücknahme von Beschränkungen gesprochen. Für Mitte der kommenden Woche wird dazu ein Konzept angekündigt.

Sieben Personen picknicken im Stadtpark Wattenscheid

Nahezu unauffällig verliefen die 152 Kontrollen des Ordnungsamts am Donnerstag. Allerdings gibt es einen Ausreißer: Im Stadtpark Wattenscheid wurden sieben Personen bei einem Picknick angetroffen. Ihnen droht nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen ist derweil auf 451 gestiegen. 394 Menschen sind bereits genesen, 39 aktuell erkrankt. Von diesen werden sieben im Krankenhaus behandelt; fünf auf der Intensivstation. 197 Bochumerinnen und Bochumer befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

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