Klassik

Corona bestimmt Programm der Bochumer Symphoniker

Strenge Regeln im Anneliese Brost Musikforum: Die Konzertbesucher müssen mit Mund- und Nasenschutz eintreten und sich die Hände desinfizieren.

Strenge Regeln im Anneliese Brost Musikforum: Die Konzertbesucher müssen mit Mund- und Nasenschutz eintreten und sich die Hände desinfizieren.

Foto: Kim Kanert / FUNKE Foto Services

Bochum.  Reduzierte Aufführungen, verknapptes Platzangebot. Aber hochkarätige Musik: Das Bochumer Orchester legt sein Programm für November/Dezember vor.

Die Bochumer Symphoniker halten tapfer trotz Corona an ihrer Programmgestaltung fest. Allerdings gibt es keine weitläufige Planung mehr, alles wird kleinteilig angelegt. Dieser Tage wurde das Programm für November und Dezember vorgelegt; weiter will man nicht planen, zu viel an Unwägbarem hält die Corona-Pandemie bereit.

Verschärfung der Zulassungsregeln

Wie man zuletzt wieder sehen konnte. Die beiden Matineekonzerte am Wochenende waren – bei bereits reduzierter Platzzahl – des Längeren ausverkauft. Am Ende mussten sie komplett ausfallen. Es waren schlicht zu viele Interessenten, die nach der nochmaligen Verschärfung der Hygiene- und Vorsorgeregelungen aufgrund des erhöhten Bochumer Inzidenzwertes hätten „abbestellt“ werden müssen. Eine organisatorische Herausforderung, die man sowohl dem Orchester als auch den getreuen Zuhörer/innen kaum zumuten mochte.

Silvesterkonzerte sind schon „voll“

Vorsicht bleibt also die Mutter in der Porzellankiste. Nach den aktuellen Entwicklungen bietet das Musikforum – ausgelegt für fast 1000 Besucher – auf schachbrettartig abgesperrten Sitzen nurmehr einen Bruchteil an Plätzen. Das muss auch bei den Vorbestellungen immer mitbedacht werden, der Vorverkauf für die letzten Monate des Jahres läuft, und es gilt darauf zu achten, welche Konzerte bereits „voll“ sind – obschon von einem „vollen Haus“, wie gesehen, überhaupt nicht die Rede sein kann. Das gilt zumal für die von Steven Sloane dirigierten Silvesterkonzerte – hier gibt’s nur noch eine Handvoll Restkarten, wenn überhaupt.

Aber auch vor dem Jahreswechsel stehen sehr interessante Konzertabende im Programm des städtischen Orchesters. Etwa am Sonntag, 8. November, wenn Kolja Blacher in Musikforum zurückkehrt.

Hochgeschätzter Musiker zu Gast

Der Geiger ist ein hochgeschätzter alter Bekannter, der oft mit den BoSy musiziert hat, diesmal will er unter eigenem Dirigat das Publikum mit besonders schöner Musik verzaubern: Neben Samuel Barbers wehmütig-berühmten „Adagio for Strings“ erklingen Leonard Bernsteins „Serenade für Violine, Streichorchester, Harfe und Schlagzeug“ sowie Franz Schuberts 2. Sinfonie B-Dur, ein Jugendwerk, die unter den Einfluss Haydns und Mozarts entstand (Aufführungen um 11 und 16 Uhr).

Wer öfters im Musikforum zu Gast ist, weiß, wie stark die Kammermusik-Aufführungen der Orchestermusiker sind. So darf man sich sicher auf den 15. November freuen, wenn zum Ausklang des Sonntags um 18 Uhr im Kleinen Saal Musik von Arvo Pärt und Franz Schubert erklingt. Stephanie Himstedt (Geige), Wolfgang Sellner (Cello) und James Maddox (Klavier) präsentieren mit Schuberts Es-Dur-Trio eines der wichtigsten Werke des Wiener Komponisten überhaupt.

Musik für Kinder mit der kleinen Lotta

Musik für Kinder kommt auch im neuen Programm nicht zu kurz; die kindgerechte Vermittlung von klassischer Musik zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Bochumer Symphoniker. Moderiert von Theresa Denhoff feiert das Orchester gemeinsam mit den kleinen Gästen und ihren Eltern und Verwandten „Weihnachten in der Krachmacherstraße“.

Wohl jeder kennt Astrid Lindgrens liebenswerte Geschichten um die kleine Lotta (5), die es in der Welt der Erwachsenen nicht immer leicht hat. Hier kommt sie, musikalische stimmig angereichert, als stimmungsvolles Adventsmärchen auf die Erzähl- und Musikbühne (19. Dezember, Aufführungen um 14 und 16 Uhr).

Weitere Nachrichten aus Bochum finden sich hier

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben