Schule

Christopherus-Schule öffnet sich der Gerther Nachbarschaft

Hier soll der Anbau entstehen: Alexa Vitsos (l.) und Michaela Münch-Müller vom Schulleiterteam der Christopherus-Schule. Der Neubau dient als Mensa und soll auch Vereinen Im Stadtteil zur Verfügung stehen.

Hier soll der Anbau entstehen: Alexa Vitsos (l.) und Michaela Münch-Müller vom Schulleiterteam der Christopherus-Schule. Der Neubau dient als Mensa und soll auch Vereinen Im Stadtteil zur Verfügung stehen.

Foto: Dietmar Wäsche

Gerthe.   Die Christopherus-Schule plant einen Anbau. Dieser soll auch den Bürgern im Stadtteil zur Verfügung stehen. Den Gerther Vereinen fehlt ein Treff.

Die Christopherus-Schule im Zentrum von Gerthe will sich den Menschen im Stadtteil mehr öffnen. Dazu ist ein Anbau geplant, der zum Ort der Begegnung, zur „guten Stube“ werden soll. Die Schule steht in enger Kooperation mit dem Verein „Gerther Treff“.

Die Idee keimte durch die anhaltende Debatte über Inklusion. Die Christopherus-Schule ist eine Schule für geistige Entwicklung. Leiterin Michaela Münch-Müller: „Alle unserer 100 Schüler sind im Stadtteil präsent. Sie sind Gerther, kennen ihr Umfeld, nehmen am Stadtgeschehen teil.“ Inklusion soll also in der künftigen Cafeteria stattfinden. Michaela Münch-Müller stellte der Bezirksvertretung Nord das Nutzungskonzept vor.

Ein Café fehlte bislang an der Schule

Da an der Schule bislang ein Café/eine Mensa fehlt, soll der geplante Anbau tagsüber durch die Schule, abends von Vereinen genutzt werden. Münch-Müller: „Seit das Gemeindezentrum in Gerthe abgerissen wurde, fehlt ein Treffpunkt in Gerthe. Wir wollen einen solchen schaffen. Vereine könnten den angrenzenden Saal mit Bühne und 199 Plätzen auch außerhalb der Schulzeiten nutzen.“

Dass Bedarf vorhandenen ist, konnte die Schule mit dem „Gerther Treff“ ermitteln, dessen Mitglied sie inzwischen ist. „Insbesondere der Schachverein und der Gerther Treff leiden unter Raumnot und haben keine dauerhafte Bleibe. Das Seniorenbüro platzt mit seinen vielen Angeboten aus allen Nähten und kann sich den Anbau als Dependance vorstellen.“

Einige Gruppen zeigen ihr Interesse

Interesse zeigen auch die Frauenhilfe und der Knappenchor sowie ein Tanzverein. Darüber hinaus können zusätzlich Möglichkeiten zur offenen Begegnung von Familien, z.B. im Rahmen eines Eltern-Cafés, geschaffen werden. An Wochentagen, besonders an Nachmittagen, sollen Angebote wie Kurse und Beratungsmöglichkeiten stattfinden können. Auch die Lebenshilfe und die Theater-AG, wollen mitmachen. Während der Schulzeiten werde die Hauswirtschaftsgruppe das Café betreiben. Nachmittags und in den Ferien sind dann Ehrenamtliche nötig.

Gespräch mit dem Stadtbaurat

Den nächsten Schritt unternimmt die Schule mit einem Gespräch mit Stadtbaurat Markus Bradtke. Der Bauherr, der Verein Christopherus-Haus in Dortmund, peilt eine Mischfinanzierung an. Patrick Neal: „Wir rechnen mit einer Investition von 600.000 Euro. Ein Drittel finanzieren wir selbst, ein weiteres könnte über eine Stiftung kommen, der Rest durch die städtische Förderung zur ,guten Stube’.“

Im Konzept wird vorgeschlagen, den „Gerther Treff“ als Ankernutzer zu nehmen. Vorsitzende Marion Kensy erklärte dazu im Bezirk, dass der Verein durchaus eine feste Bleibe sucht. Er könnte dann im zweistöckigen Schulanbau ein Kontaktbüro einrichten. Bezirksbürgermeister Henry Donner (SPD) sicherte zu: „Wir gucken, wie wir dieses Vorhaben unterstützen können.“

>>>>Räume zum Veranstaltungssaal verbinden

Die Christopherus-Schule an der Gerther Straße liegt gegenüber vom Seniorenbüro Nord. Geplant ist eine Betreuung in den Ferien. Dazu werden Jugendliche gesucht.

Während der Schulzeiten können diese Räume als Kursraum oder als Bühnennebenraum (Garderobe, Schminke, Musikinstrumente) zum unmittelbar verbundenen Veranstaltungssaal genutzt werden.

Nach der Schulzeit stehen diese Räume auch für Vereinsaktivitäten zur Verfügung.

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