Kommunalwahl

Bürgermeister: SPD Wattenscheid nominiert Hans Peter Herzog

Hans Peter Herzog (SPD) will Bezirksbürgermeister in Wattenscheid werden.  

Hans Peter Herzog (SPD) will Bezirksbürgermeister in Wattenscheid werden.  

Foto: SPD

Wattenscheid.  Die SPD Wattenscheid hat als Kandidaten für den Posten des Bezirksbürgermeisters bei der Kommunalwahl 2020 Hans Peter Herzog nominiert.

Der SPD-Stadtbezirk Wattenscheid hat sein Team für die im September 2020 stattfindenden Kommunalwahlen aufgestellt, endgültig verabschiedet wird die Liste für die Bezirksvertretung auf einer Wahlkreiskonferenz, die Anfang Oktober stattfindet. Kandidat für die Position des Bezirksbürgermeisters ist der Eppendorfer Hans Peter Herzog (66).

Manfred Molszich tritt nicht mehr an

Manfred Molszich, seit 2014 im Amt, hatte wie berichtet erklärt, im nächsten Jahr nicht mehr anzutreten. „Nach Jahren Dornröschenschlaf unter einem CDU-Bezirksbürgermeister haben Manfred Molszich und die SPD vor Ort Wattenscheid wieder wachgeküsst“, meint der stellvertretende Wattenscheider SPD-Vorsitzende und Ratsherr Burkart Jentsch. „Mit den Wohnbaulandentwicklungen, dem Ausbau des Lohrheidestadions, dem Abenteuerspielplatz, den Planungen für den August-Bebel-Platz hat die SPD eine ganze Menge auf den Weg gebracht.“

In den Stadtteilen sei viel passiert oder auf einem guten Weg. „Fertig sind wir aber noch lange nicht. Das Ziel der Wattenscheider SPD bei den kommenden Kommunalwahlen kann deshalb nur sein, wieder die stärkste Fraktion und mit Hans Peter Herzog den Bezirksbürgermeister zu stellen“, so Jentsch. „Mit ihm haben wir jemanden, der es schaffen kann die Menschen, Gruppierungen und Vereine in Wattenscheid bei den anstehenden Veränderungen mitzunehmen und einzubeziehen.“

„Viel passiert, es gibt aber auch viele Probleme“

Herzog erklärt, „sehr gerne“ in Wattenscheid zu leben. Doch er ist auch Realist. „Es gibt hier aber auch viele Probleme. Die Innenstadt verwaist, die Straßen sind teilweise marode. Die Schulen müssen weiter saniert werden. Einige der Punkte sind mittlerweile auf den Weg gebracht. Aber es muss noch mehr geschehen“, sagt Herzog. „Die Innenstadt hat immer noch einen viel zu hohen Leerstand, Familien finden oft keine bezahlbare Wohnung und viele wichtige Busse fahren viel zu selten.“

Man wolle Gespräche mit Investoren suchen, um die Innenstadt zu beleben und mit der Bogestra sprechen, dass sie ihre Taktung verdichtet. „Als Vater und Großvater weiß ich auch, dass wir zu wenig Kita-Plätze haben“, so Herzog weiter. Er werde sich dafür einsetzen, dass weitere Kitaplätze entstehen. Wattenscheid müsse teilhaben am gesamtstädtischen Bochumer Aufschwung der letzten Jahre.

„Erfolge kann ich dabei nicht versprechen, aber ich verspreche, dass ich mein Bestes gebe.“ Die Erfahrung aus zehn Jahren Arbeit im Rat der Stadt Bochum und sein neuer Zeitrahmen durch den Ruhestand „machen es mir möglich, mich voll und ganz für Wattenscheid einzusetzen“, so der pensionierte Lehrer. Er freue sich „über jeden, der die Ärmel hochkrempelt und mit anpackt“.

Pensionierter Lehrer

Hans Peter Herzog wurde 1953 geboren und war 39 Jahre an der Realschule Höntrop tätig, seit 2018 ist er pensioniert. Politisch aktiv ist Herzog schon sein halbes Leben in der SPD, er war jahrelang Vorsitzender des Ortsvereins Eppendorf-Denkmal und ist seit 2009 Mitglied im Stadtrat Bochum.

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