Werner Feld

Bürgerinitiative liefert neue Idee für Opel-Erschließung

Vom Güterbahnhof Langendreer führt die Route der sechsten Alternative über Frenkingstraße und Industriestraße direkt zur A 43 in Laer – so die Idee eines Bürgers, die die Bürgerinitiative aufgeschnappt hat.

Vom Güterbahnhof Langendreer führt die Route der sechsten Alternative über Frenkingstraße und Industriestraße direkt zur A 43 in Laer – so die Idee eines Bürgers, die die Bürgerinitiative aufgeschnappt hat.

Foto: hh

Werne/Langendreer.   Bürgerinitiative Werner Feld bringt sechste Variante ins Spiel, um eine Bundesstraße durchs Grüne zu verhindern. Tipp kommt von einem Bürger.

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Die Bürgerinitiative Werner Feld gibt nicht auf: Um eine mögliche Bundesstraße durch den Grünzug Werner Feld zu verhindern, bringt die Gruppe um Initiatorin Nadja Zein-Draeger eine zweite Alternativ-Route ins Spiel. Der Vorschlag wurde bereits zur Prüfung an die Stadtverwaltung geschickt. Es ist die insgesamt sechste Variante einer möglichen neuen Erschließungsstraße.

Nach wie vor ist nicht geklärt, wie und von welchem Gewerbe die freien Flächen der Opel-Werke II und III in Langendreer genutzt werden. Somit ist auch immer noch unklar, ob die vorhandene B 235 (Provinzialstraße/Hauptstraße) für den zu erwartenden zusätzlichen Verkehr ausreicht oder ob eine weitere Erschließungsstraße gebaut werden muss. Letzteres ist laut Verwaltung nur nötig, wenn alle bei Opel freiwerdenden Flächen gewerblich genutzt werden.

Viele Menschen in Werne und Langendreer wollen eine von der Verwaltung angedachte mögliche nördliche Verbindung von Opel-Werk III zum Werner Hellweg und darüber hinaus zur A40 unbedingt verhindern. Denn diese Straße würde den Grünstreifen Werner Feld durchschneiden. Deshalb lässt auch die Bürgerinitiative Werner Feld nichts unversucht, nach geeigneten Alternativ-Routen zu suchen.

Über vorhandene Straßen zur A 43

Eine West-Verbindung vom Güter-Bahnhof Langendreer über die Bahntrasse zur A 43 in Laer hatten Zein-Draeger & Co. bereits Anfang des Jahres ausgetüftelt. Jetzt greift die Gruppe den Vorschlag eines „interessierten Bürgers“ auf, der auf dem Marktfest in Werne im Rahmen der Bürgerwoche am Stand der Bürgerinitiative vorstellig wurde. Namentlich möchte dieser nicht genannt werden.

Diese neue Idee lässt den Verkehr ebenfalls in Richtung Westen abfließen. Und auch hier wird davon ausgegangen, dass auch der Güterbahnhof Langendreer künftig für Gewerbe genutzt wird. Vorteil aus Sicht von Nadja Zein-Draeger: „Diese Erschließungsvariante ist unabhängig von der Bahn realisierbar.“ Und man reagiere damit auf Kritik der Anwohner der Hel­straße und Am Koppstück auf den ersten Vorschlag, der noch mehr Lärm als ohnehin schon durch Autobahn, Bahnlinie und Werner Hellweg bringe.

Neue mögliche Strecke ist 1,9 Kilometer lang

Die vorgeschlagene Strecke – rund 1,9 Kilometer lang – führt zunächst parallel zur vom Güterbahnhof nach Westen abgehenden Schienentrasse und bindet dann über bereits bestehende Straßen (Frenkingstraße/Industriestraße) am Rande des Gewerbegebietes Mansfeld an die A 43 an.

Neben den beiden von der Bürgerinitiative ins Feld geführten West-Routen und der Nord-Verbindung gibt es noch drei weitere Vorschläge für eine Erschließungsstraße: Eine zweigeteilte Nord-West-Route zu A 40 und A 43 (führt über Bahn- und Privatgrundstücke) und zwei Strecken gen Osten – eine parallel zur Bahnlinie bis zum A40-Anschluss in Oespel und eine zum A40-Rastplatz Beverbach (mit dem Nachteil, nur in Richtung Dortmund auffahren zu können).

>>>Werner Feld – was bisher geschah

Im Mai 2015 wurde eine mögliche Erschließungsstraße vom Opel-Werk III durch das Werner Feld zum Werner Hellweg in der Bezirksvertretung Ost diskutiert – und abgelehnt. Im Juni 2016 erneut. Daraufhin bildete sich eine Bürgerinitiative, um die Zerstörung des Grüngürtels zu verhindern.

Zu einer Bürgerversammlung kamen rund 500 Personen ins Brühmann-Haus. Wegen interner Unstimmigkeiten splittete sich die Bürgerinitiative auf. Nun gibt es zwei, die das selbe Ziel verfolgen: Die im Text erwähnte Bürgerinitiative Werner Feld und die Bürgerinitiative Pro Feld als eingetragener Verein.

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