Radschnellweg RS1

Bürger-Ideen für RS1-Abschnitt durch Bochumer City erwünscht

Stadtbaurat Markus Bradtke (l.) und Christoph Matten vom Tiefbauamt stellten vor, wie die Planung für den Radschnellweg RS 1 durch die Innenstadt voran gebracht werden soll

Stadtbaurat Markus Bradtke (l.) und Christoph Matten vom Tiefbauamt stellten vor, wie die Planung für den Radschnellweg RS 1 durch die Innenstadt voran gebracht werden soll

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Bürger sollen Vorschläge machen, wie sich sich den Verlauf des Radschnellwegs durch Bochum-City vorstellen. Es sind mutige Ideen erwünscht.

Bei einem Vor-Ort-Termin auf der Bessemer Straße warb Stadtbaurat Markus Bradtke am Montag, 15. Juni, für kreative Bürgerideen zum Trassenverlauf des neuen Radschnellwegs RS 1 mitten durch das Herz der Bochumer Innenstadt. „Nachdem wir die eigentlich geplante Variante eng an der Bahnstrecke vorbei nicht bauen können, suchen wir jetzt eine gute Alternative.“ Da die Bahn aufgrund möglicher eigener Pläne ihre eigentlich dafür benötigten Grundstücke nicht mehr verkaufen möchte, sind der Stadt jetzt neue Vorschläge willkommen – auch und gerade aus der Bürgerschaft.

Jetzt kommt entscheidende Planungsphase

Für die neue Planungsphase hat die Stadt gemeinsam mit dem Kölner Ingenieurbüro Bernard Gruppe ZT eine Vorplanung erarbeitet, die verschiedene Varianten beinhaltet. Insgesamt sieben unterschiedliche Strecken-Vorschläge gibt es. Immer vom Anknüpfungspunkt an der Bessemer Straße aus (zwischen der ehemaligen BV-Betriebskrankenkasse und dem Werksgelände Heintzmann) schlängelt sich ein möglicher Radschnellweg mitten durch das Griesenbruch, oder folgt auf der nördlichen Strecke zum Teil der Rottstraße bis es über den Westring weiter geht. Alle Varianten müssen zudem zu dem Anschlusspunkt östlich der Goerdtstraße hinter dem Kortumpark geführt werden. Von dort zieht sich die künftige Radschnellverbindung weiter zu ihrem Ziel- und Endpunkt in Dortmund weiter.

Christoph Matten vom Tiefbauamt setzt jetzt auf die Orts- und Detailkenntnis der Bürgerinnen und Bürger, um die beste Trasse zu finden. Dabei musste der ursprüngliche Plan der Stadt, die Menschen in einer Art Bürgerwerkstatt zu beteiligen, aufgrund der Corona-Krise wieder fallen gelassen werden. Aber es funktioniert auch anders: „Wir hoffen nun auf gute Vorschläge.“

Ingenieurbüro bewertet Vorschläge

Diese sollen tatsächlich dann vom Ingenieurbüro bewertet und möglichst für den konkreten Bau berücksichtigt werden. Menschen, die sich nicht online beteiligen wollen oder können, haben die Möglichkeit im Technischen Rathaus, wo die unterschiedlichen bisher erarbeiteten Ideen ebenfalls ausliegen, ganz analog mit einem Stift eigene Ideen zu äußern. Dies Pläne liegen dort ab sofort bis zum 31. Juli 2020 aus.

Markus Bradtke wünscht sich ausdrücklich, dass sich die in Bochum bekanntlich äußerst aktiven Organisationen und Gruppen wie der VCD, der ADFC oder das Bündnis „Radwende“ mit eigenen Ideen einbringen. „Wir wünschen uns einen fruchtbaren Dialog. Es gilt, die Kompetenz der örtlichen Zivilgesellschaft zu nutzen.“

Empfehlung bereits Ende des Jahres

Der RS 1, der auf freier Strecke rund vier Meter breit – zuzüglich Gehweg – sein muss, kann im innerstädtischen Bereich auf separate Spuren in beide Richtungen geteilt werden. Dann gelten andere Regeln. Ziel sei es jedenfalls, bereits Ende des Jahres eine Empfehlung für eine Trasse vorstellen zu können. Mit den Detailplanungen zur Umsetzung könne dann im nächsten Jahr begonnen werden.

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