Himmelfahrt

Botanischer Garten bietet Kulisse für Himmelfahrtsfest

Der Open-Air-Gottesdienst ist gut besucht. Sogar Hilda und Winner Simposya, Gäste aus Sambia (hinter Pfarrer Christian Zimmer, Mitte), sind dabei.

Der Open-Air-Gottesdienst ist gut besucht. Sogar Hilda und Winner Simposya, Gäste aus Sambia (hinter Pfarrer Christian Zimmer, Mitte), sind dabei.

Foto: Foto: Gero Helm

Querenburg  Die Kirchengemeinden Stiepel und Querenburg feiern seit Jahren gemeinsam Gottesdienst auf dem RUB-Gelände. Dieses Mal dabei: Gäste aus Sambia.

. Als der Posaunenchor mit dem Eingangsstück beginnt, werden die Gottesdienstbesucher ruhig. Sie lauschen nicht nur der Musik, sondern auch dem Vogelgezwitscher, das die Bläser aus Stiepel und Stockum unterstützt. Die Bänke unter freiem Himmel sind gut gefüllt, es ist angenehm warm und trocken. Ein schöner Empfang, den der Botanische Garten zu Himmelfahrt bietet.

Unterstützt von der Ruhr-Universität feiern hier seit mehreren Jahrzehnten die Kirchengemeinden Querenburg und Stiepel einen gemeinsamen Festgottesdienst. „Die Atmosphäre gefällt uns besonders gut“, sagt Pfarrer Christian Zimmer aus Querenburg. „Das passt gut zur Himmelfahrt: Wir sind in der Natur und haben ausnahmsweise kein Kirchendach über dem Kopf.“

Figurenspiel vermittelt Text

Die Geschichte von Jakob und der Himmelsleiter (1. Mose 28,10-19) haben die beiden Prediger ausgewählt, da sie sehr plastisch ist. Während Christian Zimmer mit den „Großen“ am Informationspavillon bleibt und Antworten auf die Frage „Wo begegne ich Gott am ehesten?“ sucht, geht der Diakon der Kirchengemeinde Stiepel, Sascha Dornhardt, mit etwa 15 Kindern zwei Etagen tiefer. Ihnen bringt er den Traum Jakobs mithilfe von Figuren im Sand, auch „Godly Play“ genannt, näher.

Unter den Besuchern sind einige Menschen, die nicht jeden Sonntag in den Gottesdienst gehen – zumindest nicht in Stiepel oder Querenburg. Die weiteste Anreise hatten wohl Hilda und Winner Simposya: Das Ehepaar lebt in Sambia und hat durch verschiedene Austauschprogramme über Jahrzehnte Kontakte nach Querenburg geknüpft, etwa zu Harald Lehmann. Er ist Ehrenamtlicher in der Gemeinde und feiert bald seinen 70. Geburtstag. Die Simposyas sind seiner Einladung gefolgt und besuchen deswegen auch den Open-Air-Gottesdienst: „Das ist eine ganz besondere Feier für uns gewesen“, sagt Winner Simposya. „In Sambia feiern wir Himmelfahrt gar nicht.“

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