Projekttag

Böll für alle: Klassen 5 bis 12 nehmen an Thementag teil

Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule arbeiteten im Kunstkurs der Jahrgangsstufe 13 über den Namensgeber der Schule. Die Schule begeht in diesen Tagen den 100-jährigen Geburtstag des Schriftstellers mit unterschiedlichen Projekten und Workshops.

Foto: Olaf Ziegler

Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule arbeiteten im Kunstkurs der Jahrgangsstufe 13 über den Namensgeber der Schule. Die Schule begeht in diesen Tagen den 100-jährigen Geburtstag des Schriftstellers mit unterschiedlichen Projekten und Workshops. Foto: Olaf Ziegler

Bochum.   Heinrich-Böll-Gesamtschule veranstaltet einen Projekttag zum Namensgeber – er wäre bald 100 geworden. Am Freitag findet die Jubiläumsfeier statt.

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Schüler einer fünften Klasse stehen vor Bilderrahmen, die am Eingang der Aula der Heinrich-Böll-Gesamtschule hängen. Darin zu sehen: Ein Portrait Heinrich Bölls, die Zeichnung einer Schreibmaschine und ein Plakat der Heinrich-Böll-Stiftung. „Was hat er gemacht?“, fragt die Lehrerin. „Bücher geschrieben!“, lautet die prompte Antwort eines Schülers. Auch zu ihren nächsten Fragen zeigen viele auf. Uninteressant scheint der Thementag Heinrich Böll an der nach ihm benannten Gesamtschule also nicht zu sein.

„Schon das ganze Jahr über steht Heinrich Böll immer wieder im Fokus“, sagt Schulleiterin Christiane Kampelmann-Springer. Am 21. Dezember wäre der Autor 100 Jahre alt geworden. Der ideale Anlass also, den Namensgeber der Schule noch präsenter zu machen.

Dafür hat eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Susanne Jänsch auch den Thementag entwickelt. Je nach Jahrgangsstufe geht es um Heinrich Bölls Biografie, einen ersten Zugang zu Texten oder die schwierigeren Briefe, die er während seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg verfasst hat. „Die Schüler sollen versuchen, sich in seine Wahrnehmung hineinzudenken“, sagt Stefan Wilhelm, Lehrer einer zehnten Klasse. Bei Milena (15) kommt das gut an: „Ich finde es sagenhaft, dass er trotz der schrecklichen Erlebnisse nicht seinen Glauben an Gott verliert“, sagt sie. Auch Mitschülerin Lilli (15) mag den Projekttag: „Ich wusste fast nichts über Heinrich Böll, obwohl meine Schule nach ihm benannt ist. Der Tag ist interessant und vielfältig.“

Mit Rätseln und Lückentexten den Lebenslauf Bölls kennenlernen

In der sechsten Klasse ist die Herangehensweise noch spielerisch: Mit Rätseln und Lückentexten lernen die Schüler etwas über den Lebenslauf Heinrich Bölls. Anschließend gestalten sie eine Projektmappe. „Ich habe vorher schon ein bisschen von ihm gehört“, sagt Maria Francesca (12). „Der Tag macht Spaß, das ist besser als normaler Unterricht!“

Die Oberstufenschüler beschäftigen sich zunächst ebenfalls mit der Biografie des Schriftstellers – allerdings in Form eines Vortrags. Markus Schäfer von der Heinrich-Böll-Stiftung erzählt unter anderem von seinem Schaffen als Schriftsteller und Bölls wichtiger Rolle in der Gesellschaft. Dabei macht er deutlich: „Heinrich Böll hat als Einzelner gesprochen, nicht als Vertreter einer Partei.“

>>> Jubiläumsfeier in der Schulmensa

Heute (10.) findet um 19 Uhr eine öffentliche Jubiläumsfeier in der Mensa der Heinrich-Böll-Schule statt. Neben dem 100. Geburtstag des Schriftstellers wird das 35-jährige Bestehen der Schule gefeiert.

Zwei Mal hängt ein Portrait von Heinrich Böll an den Wänden, das mosaikartig aus Fotos von Lehrern und Schülern der Gesamtschule besteht. Die Arbeitsgemeinschaft „Böll und das Ruhrgebiet“ hat sich mit historischen Bildern aus der Gegend beschäftigt. Ihnen stellt sie aktuelle Fotos gegenüber. Dazu haben die Schüler Böll-Texte herausgesucht.

Geflüchtete Schüler haben ihre Gedanken zu Zitaten von Heinrich Böll aufgeschrieben. In diesem Jahr wird jeden Monat ein neues Zitat Heinrich Bölls an mehreren Orten der Gesamtschule platziert. Auch der Kunstunterricht steht im Zeichen des Namensgebers der Schule.

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