Wandern

Bochumer Waldorfschüler erzählen von ihrer Alpenüberquerung

Erinnerungsfoto mit Langendreer-Schal am Gipfelkreuz: Die Klasse 8a legte während der Fahrt insgesamt 121 Kilometer zu Fuß zurück.

Erinnerungsfoto mit Langendreer-Schal am Gipfelkreuz: Die Klasse 8a legte während der Fahrt insgesamt 121 Kilometer zu Fuß zurück.

Foto: Zipperle

Langendreer.   Im September reiste die Klasse 8a der Bochumer Rudolf-Steiner-Schule über die Alpen nach Meran in Italien. Jetzt erzählten sie von ihrer Tour.

Sie kamen aus den Sommerferien und waren auch schon wieder weg – die Rudolf-Steiner-Schüler der Klasse 8a. Anfang September ging es für die 34-köpfige Klasse und das Betreuerteam um Klassenlehrerin Lena Zipperle auf eine insgesamt 121 Kilometer lange Wanderreise. „Die Schüler sollten etwas von ihrer Umgebung erfahren, nicht einfach durchfahren“, erläutert die Klassenlehrerin die Idee hinter der Fahrt.

Start der Tour war die Zugfahrt ins bayrische Tutzing, wo Verwandte eines Schülers leben. Zwei Wochen später sollte die Reise im italienischen Meran, Südtirol, enden, wo Klassenlehrerin Zipperle aufgewachsen ist. Im kleinen Festsaal der Schule erzählten die Schüler jetzt stolz ihre Erlebnisse vor Familien und Freunden.

Lange Suche nach Unterkünften

Voll war es in dem Raum, aufgeregte Schüler saßen in den vorderen Reihen. Nacheinander kamen sie nach vorn und gaben Anekdoten zu ihren Eindrücken zum Besten. Passende Erinnerungsfotos warf der Beamer an die Wand.

Tag für Tag wurde nacherzählt, viele Bilder von Bergen und Unterkünften waren zu sehen. Nach denen hat die Lehrerin zum Teil lange suchen müssen. „Es ist nicht so leicht, für 40 Leute eine Unterkunft zu finden. Die dürfen auch nicht zu weit auseinander liegen, dann werden die Tagesetappen zu hart.“

Von vielen Pausen auf dem Weg erzählten die Schüler, ein Junge nannte sie „ein bisschen unnötig“, andere sahen aber durchaus auch die Vorteile im Warten. Das habe ohnehin gut geklappt, freut sich die Lehrerin. „Es gab keinen Schüler, der so richtig gemeckert hat. Alle sind fleißig gewandert, haben aufeinander aufgepasst und sind nur Bus gefahren, wenn es ihnen wirklich schlecht ging.“ Egal, wo die Gruppe gerade war, mit dabei war ein Langendreer-Schal, den die Schüler vorab von der Bürgermeisterin geschenkt bekommen hatten.

Erinnerungen an das Essen

Von vergessenen Brillen, in den Bach geworfenen Kappen, Geburtstagskuchen und besonders dem Abendessen sprachen die Schüler. Extrem detailliert schilderten sie, was es wann und wo zum Essen gab, und das durchweg positiv.

Für noch mehr Begeisterung schienen lediglich die Lamborghinis gesorgt zu haben, die die Schüler beim Warten auf den Bus gesichtet hatten.

Dass auch der Spaß bei der sportlichen Fahrt nicht zu kurz kam, zeigten die Erinnerungsfotos. Ob Akrobatikeinheit oder Lehrerumstylen – die Schüler hatten auch viele schöne Erinnerung abseits der Wanderroute gesammelt.

Vor der Bergtour Training in Norddeutschland

Ingesamt 121 Kilometer legten die Schüler der Klasse 8a zwischen 3. und 16. September zu Fuß zurück. Bei der Alpenüberquerung ging es 6040 Höhenmeter hinauf und 7480 Höhenmeter hinab. Für die Rudolf-Steiner-Schüler war es nicht die erste sportliche Klassenfahrt. Vorab fuhr die Gruppe mit ihrer Klassenlehrerin schon nach Norddeutschland – mit dem Fahrrad. Vor den Ferien wurde außerdem in Herdecke schon einmal zur Probe gewandert.

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