Neubau im Tierpark

Bochumer Tierpark eröffnet neues „Multifunktionsgebäude“

Zoodirektor Ralf Slabik vor dem neuen „Multifunktionsgebäude“ (hinter den Flamingos), neben ihm das Maskottchen „Heini und Fossi“.Großzügige Fensterfronten ermöglichen einen direkten Blick in die Tierparkanlage. Foto:Ingo Otto

Zoodirektor Ralf Slabik vor dem neuen „Multifunktionsgebäude“ (hinter den Flamingos), neben ihm das Maskottchen „Heini und Fossi“.Großzügige Fensterfronten ermöglichen einen direkten Blick in die Tierparkanlage. Foto:Ingo Otto

Bochum.   Der Tierpark hat sein neues „Multifunktionsgebäude“ eröffnet. Es kostete 1,25 Millionen Euro. Vor allem Bildung soll dort vermittelt werden.

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Nach jahrelangen Um- und Neubauten hat der Tierpark am Freitag sein vorerst letztes neues Projekt eröffnet. Es handelt sich um das „Multifunktionsgebäude“ zwischen dem Eingang und dem Restaurant „Franz Ferdinand“.

Das neue Gebäude bietet auf 170 Quadratmetern Veranstaltungsfläche Platz für rund 100 Menschen und soll vor allem für Bildung genutzt werden. Die Zooschule wird dort regelmäßig Schulklassen und andere Gäste einladen. Zoodirektor Ralf Slabik: „Mit einem Spitzenergebnis von mehr als 18 600 betreuten Besuchern im vergangenen Jahr hat unsere Zooschule erneut die Bedeutung ihrer zoo- und museumspädagogischen Arbeit unter Beweis gestellt. Dank des zusätzlichen Raumes können wir unsere Arbeit weiter ausbauen und für Besuchergruppen aller Art attraktiv gestalten.“

Auch naturwissenschaftliche Vorträge (zum Beispiel des NABU) und Fachtagungen werden dort stattfinden. Dafür steht eine moderne Präsentationsanlage bereit mit Monitor und Audio-System.

Auch private Nutzung möglich

Zusätzlich kann der Neubau auch privat gemietet werden. Die Gastronomie nebenan übernimmt die Bewirtung. Beide Gebäude sind miteinander verbunden.

Seit 1988 hat der Tierpark immer wieder in seine Anlage investiert: in die Nordseewelten zum Beispiel, in die Gehege für die Flamingos, Kattas, Nasenbären, Erdmännchen und Totenkopfäffchen, in die neue Eingangshalle, in eine neue Futterschauküche, eine Veterinärstation und in den „Bewegungsspielplatz“. „Wir sind mit den wesentlichen Investitionen durch“, sagte am Freitag der Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, Karl Jochem Kretschmer, vor geladenen Gästen in dem neuesten Gebäude.

Früher stand an der selben Stelle das alte Verwaltungsgebäude. In 15 Monaten Bauzeit errichtete das Bochumer Architekturbüro Kemper, Steiner & Partner nun den Neubau. Dieser verfügt auch über einen Keller mit Umkleiden und Duschen für die fast 30 Mitarbeiter sowie ein Obergeschoss: Dort befinden sich Büros, Aufenthaltsräume und eine Dachterrasse für das Personal.

Sparkasse zeigt sich großzügig

1,25 Millionen Euro hat das Gebäude gekostet. Der Großteil wurde aus Eigenmitteln des Tierparks finanziert. Weitere 450 000 Euro spendete die Sparkasse, die sich schon bei früheren Projekten des Tierparks sehr großzügig zeigte. Ein Teil dieser Summe floss auch in die im Vorjahr eröffnete Futterküche und Veterinärstation, die zusammen 250 000 Euro gekostet haben. Sparkassen-Chef Volker Goldmann spricht von einem „bei Jung und Alt beliebten Lernort Natur“, für den man sich engagiert habe.

In Kürze eröffnet auch noch der restliche Teil des neuen Spielplatzes: die Hobbit-Höhle und die integrierte Kea-Voliere.

>>> Baugenehmigung dauerte 535 Tage

Die Baugenehmigung für das neue Gebäude hat sehr lange gedauert – 535 Tage, wie es bei der Eröffnung hieß.

Weil die Parkplatzsituation an der Klinikstraße angespannt ist, können Tierpark-Besucher auch das gegenüberliegende Parkhaus der LWL-Klinik benutzen. Es ist allerdings gebührenpflichtig.

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