Musikreihe

Bochumer „Tatort Jazz“ hat im neuen Jahr viel vor

Das U.K. Quartett vor Katharina Grosses Wandgemälde im Museum Bochum.   

Foto: Tatort Jazz

Das U.K. Quartett vor Katharina Grosses Wandgemälde im Museum Bochum.   Foto: Tatort Jazz

Bochum.   Die beliebte Musikreihe wird 2018 fortgesetzt. „Tatort“-Drummer Uwe Kellerhoff stellt sein U.K. Quartett vor und sucht Förderer für die erste CD.

Im neuen Jahr geht es am „Tatort Jazz“ farbig weiter. Zunächst steht ein Crowdfunding-Projekt an.

Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf das U.K. Quartett, die Band von „Tatort“-Stammmusiker Uwe Kellerhoff. Geboten wird Jazz mit starken Melodien und rhythmischer Vielfalt. „Die ersten Live-Konzerte der neuen Gruppe kamen sehr gut an. Das machte uns Mut für eine CD“, sagt Kellerhoff.

Um die Produktion zu finanzieren, sollen Förderer eingeworben werden. Dafür wurde ein Spenden-Aufruf im Internet („Crowdfunding“) lanciert. So sollen die Aufnahmen im Tonstudio, die Musiker, das Abmischen der Titel, die CD-Produktion, Covergestaltung und Promotion bezahlt werden.

In 20 Jahren als Jazzer positioniert

Kellerhoff, Musikfreunden als Ex-Drummer von Geier Sturzflug („Bruttosozialprodukt“) bekannt, hat sich in über 20 Jahren als Jazzer positioniert. „Das geplante Album ,Akoli’ beschreibt einen Ort in Griechenland, wo ich Ideen zur Musik entwickelt habe. Die sinnliche, weiche Landschaft mit ihrer uralten Kultur spiegelt sich in manchen Stücken wider“, so Kellerhoff. Westafrikanische Rhythmen fließen ebenso ein wie lateinamerikanische Leichtigkeit und Lebensfreude à la New Orleans.

Das U.K. Quartett besteht neben dem Namensgeber aus Peter van der Heusen (Saxofon), Matthias Dymke (Piano) und Alex Morsey (Bass, Tuba, Scat-Gesang). Hier schließt sich der Kreis zum „Tatort Jazz“ – die Musiker sind regelmäßig auch bei der von Milli Häuser veranstalteten Reihe zu Gast. Der Bochumer „Tatort“, einmalig im Ruhrgebiet, wurde 2016 bereits zehn Jahre alt. „Vor allem eine große Portion Liebe zur Musik hat die Konzertreihe bis hierher möglich gemacht“, sagt Milli Häuser.

Sommerfestival wechselt in den großen Saal

2018 verspricht unter anderem das Sommerjazzfestival, das im letzten Jahr erstmals im Musikforum stattfand. „Damals war der Kleine Saal schnell zu klein für den Besucherandrang“, sagt Milli. Weswegen bei der Neuauflage diesmal der Große Saal jazzig in Beschlag genommen werden soll. Auch die regelmäßigen Tatort-Konzerte (unterstützt von Sparkasse und Kulturbüro) im Bahnhof Langendreer und im Kunstmuseum gehen weiter; die Terminplanung läuft.

Allerdings kommt gleich das Auftaktkonzert im neuen Jahr nicht zustande. Die Musik-Performance „Nackt“, die für den 13. Januar im Thealozzi angekündigt war, muss aus terminlichen Gründen auf März verschoben werden. Milli Häuser verspricht ein „Klang-Abenteuer in einer musikalischen Welt der Visionen“, das nur ein einziges Mal aufgeführt wird.

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