Klassik

Bochumer Symphoniker freuen sich auf das Abenteuer Wagner

Blick in den Konzertsaal des Ende 2016 eröffneten Anneliese-Brost-Musikforums.

Blick in den Konzertsaal des Ende 2016 eröffneten Anneliese-Brost-Musikforums.

Foto: Felix Heyder

An drei Abenden dirigiert Steven Sloane den 1. Akt der „Walküre“. Drei internationale Gesangssolisten sind im Musikforum zu Gast.

Bochum. In der nächsten Woche wagen sich die Bochumer Symphoniker an eins der berühmtesten Werke der Operngeschichte – „Die Walküre“, der zweite Teil von Richard Wagners kolossaler Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Allerdings gibt’s keinen opulenten Opern-Abend – das wäre schon räumlich im Musikforum nicht möglich –, aber eine stimmungsvolle konzertante Aufführung des 1. Akts.

Liebe unter Geschwistern

Darin ist es die Liebe des Geschwisterpaares Siegmund und Sieglinde, die die Gemüter erhitzt und zum Spielball unterschiedlicher Machtinteressen gerät. Der starke Eindruck, den bereits das treibende Vorspiel zum 1. Akt hinterlässt, setzt sich in den folgenden Gesangspartien fort.

Elisabet Strid als Sieglinde (Sopran) und Stuart Skelton als Siegmund (Tenor) werden das verzweifelte Liebesweben der Blutsverwandten (hoffentlich!) spürbar machen – inklusive der großen Arie „Winterstürme wichen dem Wonnemond“. Dimitry Ivashchenko als Hunding, eifersüchtiger Ehemann der einst geraubten Sieglinde, komplettiert mit düsterem Bass die brisante Dreieckskonstellation.

Die Macht der Musik

Mit der „Walküre“-Einstudierung kommt Musikdirektor Steven Sloane abermals auf Richard Wagner zurück. Der Komponist (1813-1883) ist eine Konstante in Sloanes Schaffen, man denke an das große, überregional beachtete Projekt „Die Wunde Wagner“ vor sieben Jahren. Darin wurden grundsätzliche Fragen an den umstrittenen Komponisten gestellt: die nach der Verantwortung des Künstlers, die nach dem Verhältnis von Leben und Werk und jene nach der Macht der Musik.

>>> Termine & Tickets

Die „Walküre“-Aufführungen (26., 27., 28. April) beginnen jeweils um 20 Uhr im Anneliese-Brost-Musikforum, Marienplatz 1. Zuvor gibt’s ab 19 Uhr einführende Tischgespräche mit Björn Woll und den Mitwirkenden.Tickets: 0234/910 8666

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