Stadthistorie

Bochumer Stadtarchiv hält die Geschichte lebendig

Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Zentrums für Stadtgeschichte, mit der Lutherbibel aus der aktuellen Ausstellung

Foto: Ingo Otto

Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Zentrums für Stadtgeschichte, mit der Lutherbibel aus der aktuellen Ausstellung Foto: Ingo Otto

Bochum.   Vom Reformationsjubiläum bis zur Geschichte der Judenverfolgung: Das Bochumer Stadtarchiv bietet im November verschiedenste Veranstaltungen an.

Das Zentrum für Stadtgeschichte (ZfS) bietet auch im November verschiedene Veranstaltungen zu spezifischen Bochumer Themen an. Nach der Erinnerung an die Bombenangriffe von 73 Jahren am letzten Samstag geht es morgen (8.) um 18 Uhr mit einem weiteren zeitgeschichtlichen Thema weiter. Beim Vortrag von Dr. Hubert Schneider dreht es sich um „Das Schicksal Bochumer jüdischer Familien – der Transport nach Theresienstadt im Juli 1942 als Beispiel“. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Initiative Nordbahnhof angeboten wird, findet im Veranstaltungssaal der Sparkasse am Dr.-Ruer-Platz statt (4. Etage).

Hundert und sieben Sachen

Eine der zentralen Aktivitäten des ZfS ist in diesem Halbjahr die große Ausstellung „Hundert und sieben Sachen“, die im 1. Stock des Stadtarchivs an der Wittener Straße 47 einen informativen und anschaulichen Überblick über Besonderheiten aus Bochum vermittelt. Die gezeigten Stücke umfassen ein weites Spektrum, so sind neben einer Aral-Zapfsäule eine Luther-Bibel aus dem 16. Jahrhundert und einem Elfenbeinhammer der über 250 Jahre alten Bochumer Freimauerloge auch der ausgestopfte Bär „Max“, einst Liebling aller Tierparksbesucher, zu sehen. Zu der Ausstellung ist das Buch „Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“ entstanden, das sowohl als Katalog dient als auch für sich selbst bestehen kann. Es erscheint im Klartext-Verlag und wird am Sonntag (12.) in der Stadtwerke Lounge im Ruhrstadion vorgestellt (17 Uhr, um Anmeldung wird gebeten 0234/910-9501).

500. Reformationsjubiläum ist weiterhin das Thema

Nach wie vor Thema ist das 500. Reformationsjubiläum. Am Samstag (25.) bietet das ZfS von 14.30 bis 19 Uhr einen „Studientag Film“ an, der sich mit dem Jahresthema beschäftigt. Es geht um Kirchenbilder im Film zwischen Nostalgie, Umbrüchen und Beständigkeit; die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Forum und der Evangelischen Stadtakademie aufgelegt.

Im Jahr der Reformation wird auf vielfältige Weise die Geschichte und Gegenwart von Kirche thematisiert. Der Studientag setzt sich am Beispiel ausgewählter Spielfilme und Filmsequenzen mit verschiedenen Kirchenbildern im Kino, der Kritik an Kirche und ihren Vertretern und der Bedeutung kirchlicher Tradition für die Gesellschaft heute auseinander (8/erm. 5 Euro, Anmeldung 0234/950 89 23).

<<<ARCHIVKINO ZEIGT KUNST UND MUSIK IN BOCHUM

Zum „Archivkino“ lädt das Zentrum für Stadtgeschichte wieder am Donnerstag (30.) um 19 Uhr ein. „Premiere: Kunst und Musik in Bochum“ ist das Motto des Abends, gezeigt werden zwei städtische Filme von 1972, „Jazz in Bochum“ sowie „Töne und Temperamente“.

Die beiden Filme werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert: Ein Musikfilm über das Konzert der Papa Bues’s Viking Jazzband in der Querenburger Studentenkneipe „Backofen“ und ein Werbefilm für Kunst, der verschiedene Bochumer Galerieinitiativen vorstellt.

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