Bildung

Bochumer Sekundarschulen machen Werbung in eigener Sache

Die Nelson-Mandela-Schule ist eine von zwei Sekundarschulen der Stadt.

Die Nelson-Mandela-Schule ist eine von zwei Sekundarschulen der Stadt.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.  Die Anmeldezahlen an den beiden Bochumer Sekundarschulen sind gut. Die Schulleiterinnen wollen die Schulform aber noch bekannter machen.

Um einen der Vorteile der beiden Bochumer Sekundarschulen deutlich zu machen, lohnt ein kurzer Blick an eine städtische Gesamtschule. Die haben alle an die 1000 und mehr Schüler, sind teilweise sechszügig. Da kommen jedes Schuljahr fast 200 Kinder dazu. Da fällt es Schulleitern sehr schwer, alle Kinder zu kennen. Claudia Aldibas-Könneke und Ulrike Busse dagegen kennen jedes Kind ihrer Schule. Sie leiten die beiden Sekundarschulen der Stadt.

Aldibas-Könneke leitet die Nelson-Mandela-Schule, Busse die Rupert-Neudeck-Schule. „Bei uns ist es schon deutlich überschaubarer“, sagt Aldibas-Könneke. „Es ist ein kleineres System.“ In konkreten Zahlen heißt das: 520 Schülerinnen und Schüler und 54 Lehrerinnen und Lehrer sind es an der maximal vierzügigen Nelson-Mandela-Schule, 495 Schülerinnen und Schüler und 48 Lehrerinnen und Lehrer an der drei- bis vierzügigen Rupert-Neudeck-Schule.

Mehr Aufmerksamkeit

„In einer Klasse sind maximal 25 Kinder“, sagt Busse. „Diese Limitierung hat keine andere Schulform.“ Das macht die Schule für Schüler und Lehrer weniger anonym, das einzelne Kind kann mehr Aufmerksamkeit bekommen. „Das ist für einige Schüler besser“, sagt Aldibas-Könneke. Kurz nachdem sie zum Schuljahr 2016/2017 die Leitung der Schule übernommen hatte, hatte sie es so formuliert: „Ich möchte die Schule so gestalten und gestaltet wissen, dass die Schüler sie als ihr zweites zuhause ansehen. Wir, also Schüler und Lehrer, gehören zusammen. Und wir als Lehrer müssen entsprechend den Unterricht und die Umgebung gestalten, damit sich die Kinder einbringen und mitmachen.“ Dazu gehört auch, dass die beiden Sekundarschulen die Kinder auf einen Wechsel an ein Gymnasium vorbereiten können. Die zweite Fremdsprache können die Schüler ab Klasse 6 wählen, ab Klasse 8 gibt es ein weiteres Fremdsprachenangebot.

Verbindliche Kooperationen

Die vielen Vorteile scheinen bei den Eltern der Stadt indes noch nicht komplett angekommen zu sein. Was sicher auch daran liegt, dass es diese Schulform erst seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt. „Viele wissen immer noch nicht genau, was eine Sekundarschule ist“, sagt Aldibas-Könneke. „Dass wir quasi eine Gesamtschule ohne eigene Oberstufe sind. Aber dafür haben wir ja verbindliche Kooperationen mit Gesamtschulen und Berufskollegs.“

Anmeldezahlen sind in Ordnung

Die Mandela-Schule kooperiert mit der Willy-Brandt-Gesamtschule sowie den Berufskollegs Alice-Salomon und Walter-Gropius, die Neudeck-Schule mit der Erich-Kästner-Gesamtschule sowie den Berufskollegs Alice-Salomon, Louis-Baare und der Technischen Beruflichen Schule.

„Unsere Anmeldezahlen sind in Ordnung“, sagt Aldibas-Könneke. „Im vergangenen Schuljahr waren es 65 im ersten Schwung. Dazu kommen dann Kinder, die an anderen Schulen keinen Platz bekommen. Aber es wäre schön, wenn die Sekundarschule erste Wahl wäre.“

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