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Bochumer Schüler entwickeln Sicherheitssystem für Wildgehege

Über das neue Sicherheitssystem fürs Wildgehege im Weitmarer Holz freuen sich (v.l.) Marcel Krisp (Sternwarte Bochum), Maximilian Sauerwald (Lehrer), Thilo Elsner (Sternwarte), Sebastian Schmidt (Lehrer) und die Schiller-Schülerinnen Clara Holzapfel und Valerie Versteegen.

Über das neue Sicherheitssystem fürs Wildgehege im Weitmarer Holz freuen sich (v.l.) Marcel Krisp (Sternwarte Bochum), Maximilian Sauerwald (Lehrer), Thilo Elsner (Sternwarte), Sebastian Schmidt (Lehrer) und die Schiller-Schülerinnen Clara Holzapfel und Valerie Versteegen.

Foto: Schule

Bochum-Weitmar.  Das Wildgehege im Weitmarer Holz in Bochum hat nun eine Fernüberwachung. Zwei Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums haben das System ausgetüftelt.

Zwei inzwischen ehemalige Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums in Bochum haben dem Tiergehege im Weitmarer Holz einen großen Dienst erwiesen. Im Rahmen eines Jahresprojekts entwickelten die Abiturientinnen ein Sicherheitssystem, das nun in Betrieb ging – und diesen erheblich erleichtert.

Seit 2014 ist das Wildgehege im Weitmarer Holz in privater Trägerschaft. Der Trägerverein Jörgenstein hat durch die Übernahme die Schließung des Wildgatters verhindert; damit liegt aber auch die tägliche Überwachung des Geheges in der eigenen Verantwortung. „Besonders die Kontrolle des Elektrozauns bei den Wildschweinen ist sehr aufwendig“, sagt Thilo Elsner von der Sternwarte und zugleich Vorsitzender des Trägervereins.

„Bei Unwetter oder auch starkem Wind ist der Wald gesperrt und eine Kontrolle gar nicht möglich. Daher kamen wir auf die Idee, eine Fernüberwachung zu installieren; denn Fernmessung bzw. Telemetrie sind an der benachbarten Sternwarte durch die langjährige Erfahrung in der Satellitenforschung keine Fremdwörter.“

Da kam die Anfrage von Sebastian Schmidt, Lehrer am Schiller-Gymnasium, genau richtig. Er hatte bei Thilo Elsner wegen einer möglichen Kooperation nachgefragt – und rannte eine offene Tür ein. Die Idee einer Fernüberwachung kam bei Sebastian Schmidt und seinen Schülerinnen Clara Holzapfel und Valerie Versteegen super an. Sie legten sofort los.

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Die Schülerinnen entwickelten in ihrem Jahresprojekt ein Funkgerät, das an ein kommerzielles Funknetz angeschlossen wird. „Das ging mit einigen technischen Aufs und Abs einher, hat am Ende aber funktioniert“, sagt Sebastian Schmidt stolz. Er stand den beiden jungen Frauen als promovierter Elektroingenieur beratend zur Seite.

Nach einer mehrmonatigen Erprobungsphase und Einweisung der Trägerverein-Mitarbeiter konnte nun endlich die Überwachung der „Schwarzkittel“ in den Regelbetrieb überführt werden. Somit kann der Spannungszustand des Elektrozaun unabhängig von Ort und Zeit über ein „Dashboard“ im Internet überwacht werden.

„Auf dieser Instrumententafel sind alle Daten erfasst; als ob man im Wald stehen würde.“ Thilo Elsner freut sich besonders darüber, dass dieses Projekt nicht nur ein virtuelles ist, sondern tatsächlich die tägliche Arbeit der Gehege-Betreuer erleichtert und sicherer macht. An der regelmäßigen Versorgung und Betreuung der Tiere ändert sich aber nichts. Vielleicht ein Thema für das nächste Schüler-Jahresprojekt . . .

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