Förderung

Bochumer Politik macht Geld für Schulen und Vereine locker

Mithilfe der Bezirksvertretung können Schulen im Bochumer Osten ihren Unterricht noch moderner gestalten.

Mithilfe der Bezirksvertretung können Schulen im Bochumer Osten ihren Unterricht noch moderner gestalten.

Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool / Ingo Otto

Bochum-Ost.  Die Bezirksvertretung Bochum-Ost hat noch Geld übrig. Dieses wird an Schulen und Vereine verteilt – und in ein weiteres Projekt gesteckt.

Schulen und Vereine im Bochumer Osten können sich freuen. Sie dürfen mit einer Finanzspritze rechnen. Denn die Bezirksvertretung Bochum-Ost macht weiteres Geld locker. Die Corona-Krise hat nämlich auch die geplanten Investitionen für „Aktionen des Stadtbezirks“ der Bezirksvertretung Ost aus Eigenmitteln ausgebremst. Somit ist noch Geld – knapp 55.000 Euro – übrig, das nun sinnvoll eingesetzt werden soll.

Lokalpolitiker unterstützen Eigeninitiative von Schulen im Bochumer Osten

Von nichts kommt allerdings nichts. Und so müssen sich die Schulen und Vereine um die Förderung aus bezirklichen Mitteln bewerben. Bei den Schulen geht es darum, Eigeninitiative zu fördern. „Aufgrund des seit 2019 sehr erfolgreich laufenden Projekts „Eigeninitiativen der Schulen“ in Bochum-Ost und der Tatsache, dass auch die Schulgemeinden Corona-bedingte finanzielle Einbußen in Kauf nehmen mussten, z.B. wegen abgesagter Schulfeste, Aufführungen, Spendenläufe etc., möchten wir den Schulen des Bezirks Ost noch im laufenden Jahr 2020 eine weitere Antragsstellung ermöglichen“, heißt es in einem Antrag von SPD und Grünen.

25.000 Euro werden dafür zur Verfügung gestellt – zusätzlich zu dem Angebot im Frühjahr. Die Gewährung von Zuwendungen erfolgt auf der Grundlage eingereichter Anträge und der durch die Bezirksvertretung Bochum-Ost beschlossenen Richtlinien. Die Einrichtungen können sich mit Projekten (z.B. das Beschaffen von modernem Unterrichtsmaterial und Equipment) bewerben und auf finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 7000 Euro hoffen.

Abgesagte Bürgerwoche Ost reißt Löcher in die Vereinskassen

Voraussetzung: Es darf sich nicht um Personalkosten handeln und es darf kein Bauvorhaben sein, dass auch über das Hochbausanierungs-Programm realisiert werden könnte. Je ausführlicher der Antrag, desto erfolgversprechender. Wichtige Angaben sind: Beschreibung des Projektes, Ausgaben- und Finanzierungsplan, Zeitplan. Anträge gehen an die Bezirksverwaltungsstelle Ost, Carl-von-Ossietzky-Platz 2, 44892 Langendreer. Nähere Info bei Frank Riepen unter Tel. 0234/ 910 -94 20.

Bedacht werden auch viele Vereine aus dem Stadtbezirk, denen mit der Absage der Bürgerwoche Ost fest eingeplante Einnahmen weggebrochen sind. Die Bezirksvertretung Bochum-Ost will die Vereinsarbeit unterstützen und einen Ausgleich für die entfallenen Einnahmen leisten. Voraussetzung war u.a. ein Antrag und die geplante Beteiligung an der Bürgerwoche Bochum-Ost.

24 Vereine, Einrichtungen und Verbände haben sich gemeldet und ihre Ausfälle geltend gemacht – von der Kita „unterm Apfelbaum“ in Laer bis zum Kleingartenverein Flora in Werne. Sie werden von der Bezirksvertretung mit Beträgen zwischen 100 und 400 Euro bedacht. Macht am Ende einen Gesamtbetrag in Höhe von 6700 Euro.

Die Bezirksvertreter wollen auf Antrag von SPD und Grünen noch ein weiteres Projekt mit einer Finanzspritze vorantreiben: das der „Bespielbaren Stadt . Nachdem in Langendreer und Werne erste Starterprojekte – z.B. ein Trampolin vor dem Amtshaus, Poller am Markt wurden zu Sitzplätzen – realisiert wurden, soll nun Laer an der Reihe sein. 20.000 Euro stellt die Bezirksvertretung dafür bereit. Die Stadt wird damit beauftragt, passende Spielelemente und Standorte für Laer zu suchen und der Bezirksvertretung vorzustellen.

Übrigens: Alle Beschlüsse in der Bezirksvertretung Ost wurden einstimmig gefasst.

Weitere Nachrichten aus Bochum lesen Sie hier.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben