Kultur

Bochumer Planetarium stellt neuen Besucherrekord auf

Fast 275.000 Besucher im vergangenen Jahr – niemals sind mehr Gäste in die Veranstaltungen des Bochumer Planetariums gekommen. Sie erlebten den Sternenhimmel und das Weltall.

Fast 275.000 Besucher im vergangenen Jahr – niemals sind mehr Gäste in die Veranstaltungen des Bochumer Planetariums gekommen. Sie erlebten den Sternenhimmel und das Weltall.

Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

Bochum.  Die Sternenkuppel und ihre Veranstaltungen lockten mehr Menschen als je zuvor – und das zum dritten Mal in Folge. Es kamen fast 275.000 Besucher.

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Gerade verklingen die Schlusstakte von Beethovens 9. Symphonie, und die Mitarbeiter des Planetariums schauen sich ein bisschen ungläubig, aber sehr erfreut an. Denn nach dieser letzten Veranstaltung im vergangenen Jahr steht fest, wie viele Eintrittskarten genau verkauft worden sind. Das Planetarium hat erneut einen neuen Besucherrekord aufgestellt. 2356 Veranstaltungen erlebten 274.810 Besucher, das sind 5938 mehr als im Vorjahr, das wiederum selbst den Rekord aus dem Jahr 2016 übertroffen hatte.

Mehr Gäste als in den Freibädern

Dabei waren die jüngsten Erfolgszahlen durch den extrem heißen und trockenen Sommer zunächst gar nicht zu erwarten. Denn der lockte die Menschen eher ins Freibad als in die Sternenkuppel, obwohl an der Castroper Straße dank der Klimaanlage immer angenehme Temperaturen herrschten. Die Bochumer sechs Freibäder vermeldeten zwar ebenfalls Rekordbesuche, jedoch ins Planetarium kamen, über das ganze Jahr hinweg, fast 20.000 mehr Menschen als in die Freibäder.

Dezember war der stärkste Monat

Seine hervorragenden Kartenverkäufe verdankt das Bochumer Sternentheater vor allem dem Herbst und dem Winter. So war der Dezember mit erstmals über 35.000 Gästen der besucherstärkste Monat in der Geschichte des Planetariums, das 1964 gegründet wurde. Der schwächste Monat war dagegen der heiße Juni mit 12.139 Gästen. Dennoch kamen in einer tropischen Juli-Nacht mehr Menschen an einem einzigen Abend als jemals zuvor, zum Festival anlässlich der Mondfinsternis.

Die Stadt erklärt den dritten Besucherrekord in Folge mit einer „Programmvielfalt, die Weltraumbegeisterte ebenso anspricht wie kulturell Interessierte, ältere Besucher ebenso wie Familien mit Kindern oder ein junges, studentisches Publikum.“ Und für sie alle sind bereits einige neue Shows geplant: So reisen Kinder ab März zu einem Kometen, und Erwachsene können sich an die geheimnisvollen „Schwarzen Löcher“ heranwagen. Im Fokus steht dieses Jahr der Mond, da die erste Landung von Menschen auf dem Erdtrabanten 1969 stattfand. Am Dienstag, 8. Januar, gibt es etwa eine Preview der Dokumentation „Mensch und Mond“ in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender Arte.

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