NGO

Bochumer Organisation „PhilinCon“ schützt den Regenwald

Sie setzen sich für den philippinischen Regenwald ein (v.l.): RUB-Studentin Tabea Wulms (24), Projektmanager und Doktorand Christian Schwarz (42) und RUB-Studentin Sofia Tschijevski (24).

Sie setzen sich für den philippinischen Regenwald ein (v.l.): RUB-Studentin Tabea Wulms (24), Projektmanager und Doktorand Christian Schwarz (42) und RUB-Studentin Sofia Tschijevski (24).

Foto: Barbara Zabka

Bochum.  Seit 1995 gibt es die Bochumer NGO „PhilinCon“, die Regenwald und Tiere auf den Philippinen schützt. Jetzt suchen die Aktiven nach Spendern.

„Der Schutz des Regenwalds betrifft uns alle“, sagt Christian Schwarz, Bio-Doktorand an der Ruhr-Uni, entschlossen. Er ist Manager der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) „PhilinCon“, die sich für den philippinischen Regenwald einsetzt. 1995 hatte Eberhard Curio, mittlerweile emeritierter Professor der Uni, die Organisation auf der Insel Negros gegründet. „Jetzt sind wir aber auf der Insel Panay aktiv, sie ist weniger abgeholzt“, erläutert Schwarz.

Vor Ort unterwegs

Insgesamt sieben Leute arbeiten von Bochum aus ehrenamtlich für die Organisation, zwei von ihnen sind Sofia Tschijevski und Tabea Wulms, RUB-Masterstudentinnen im Bereich Biologie. Sie haben das Projekt vor Ort kennengelernt, als sie mit Eberhard Curio für ein Uni-Modul zu der Forschungsstation im Regenwald gereist sind.

Studenten besuchen Station

„Wir haben gesehen, dass dort noch viel verbessert werden muss“, erinnert sich Wulms. „Die sieben Ranger haben einen gefährlichen Job. Sie müssen sich gegen die Wilderer stellen, die die Wildtiere, die im Urwald leben, töten wollen. Es ist super, dass es solche Leute gibt“, findet auch ihre Mitstreiterin. Zwischen sechs und acht Mitarbeiter seien täglich für die Organisation auf den Philippinen im Einsatz.

Der Erhalt der Tierarten liegt dem Gründer am Herzen: Ursprünglich ging es Curio um den Korallenschnabel-Hornvogel, einen der bedrohten Hornvögel der Welt. „Auf Panay gab es die letzte Population, es hieß, es würde noch etwa 200 Exemplare geben. Bei der letzten Zählung 2009 wurden schon 1300 Brutpaare gezählt“, sagt Doktorand Schwarz.

Tiere und Wälder schützen

Man sei dazu übergegangen, auch die Wälder schützen zu wollen, schließlich sind sie der Lebensraum der Tiere. „Es gibt viele Arten, die nur auf dieser Insel vorkommen“, so Tschijevski. „PhilinCon“ schütze daher nicht nur den Hornvogel, sondern auch Arten wie die Negros-Dolchstichtaube.

„Es ist schwer, den Menschen dort klarzumachen, dass Ressourcen endlich sind. Die Leute denken, Gott hat die Dinge gebracht und er wird sie auch schon wieder auffüllen“, kritisiert Schwarz (42).

Ergebnisse regelmäßig veröffentlicht

Drei Auffangstationen für Tiere betreibt die NGO auf Panay, eine direkt neben der eigenen Forschungsstation. „Man läuft vier Stunden lang zu der Station. Die steht wirklich mitten im Dschungel“, sagt die 24-jährige Wulms. Dort wird experimentiert, regelmäßig werden Ergebnisse veröffentlicht. „Der Waldabschnitt ist für den Ackerbau ungeeignet, weil er so schwer zu erreichen ist. Nur deshalb steht der Regenwald da überhaupt noch“, so der Doktorand.

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