Literatur

Bochumer Literaten starten ihre Frühlings-Lese-Offensive

Zwei „Bochumer Literaten“: die Autorein Heide Rieck und Dr. Moisei Boroda.

Zwei „Bochumer Literaten“: die Autorein Heide Rieck und Dr. Moisei Boroda.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Die Gruppe Bochumer Literaten lädt zur Frühjahrslesung am 1. Juni ins Stadtarchiv ein. Dabei werden nicht nur Texte vorgestellt.

Die Bochumer Literaten werden frühjahrs-aktiv: Für den 1. Juni ist ein großer Leseabend angekündigt, der mehr zu bieten hat als „nur“ Literatur: „Wir wollen uns an diesem Tag auf angemessene Weise beim Stadtarchiv für die gute Kooperation bedanken“, so Bo-Lit-Sprecherin Heide Rieck.

Die Zusammenarbeit der Literatengruppe mit dem Zentrum für Stadtgeschichte (ZfS) geht auf den Umzug des Stadtarchivs von der Kronenstraße in die Räumlichkeiten an der Wittener Straße 47 zurück. Vor zehn Jahren war das, und an das kleine „Jubiläum“ soll seitens des ZfS auch noch angemessen erinnert werden – schließlich wurde mit und nach dem Umzug eine viel umfassendere, öffentliche Präsentation der Besonderheiten der Bochumer Stadtgeschichte möglich.

Vom Lebens jenseits der Bücher

„Damals gab es die Anfrage, das Café in den neuen Räumen für unsere Gruppentreffen anzumieten“, so Heide Rieck. Das klappte. Seit Jahren treffen sich die Bo-Lits immer am letzten Montag des Monats im Stadtarchiv, um über neue Texte zu sprechen, den gemeinsamen Austausch zu suchen und neue Projekte zu beraten. Am 1. Juni ist für 18 Uhr eine öffentliche Lesung angesetzt; unter dem Titel „Es gibt ein Lebens jenseits der Bücher, wo Amseln brüten“ stellen die Bo-Literaten sich und ihre Texte vor.

Mit dabei sind u.a. Friedrich Grotjahn (Quelle des Lesungstitels „Im Büchermeer oder die Amsel“), Mark Burrows (Worte zur Lyrik/Gedichte), Moisei Boroda („Die Bedeutung der Melodie in der Sprache“) und Nils Rimkus („Der Schriftsteller im Journalismus“). Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgt „Snoop“ Volkner mit seiner Bluesharp. „Hinterher soll Zeit zu Begegnung und Gespräch sein“, so Heide Rieck.

Lesungen in Kunstateliers

Und noch etwas haben die Bo-Lits an diesem Tag vor. Als Dankeschön für die gute Kooperation mit dem stadtgeschichtlichem Zentrum werden verschiedene, in den letzten Jahren erschienene Bücher der Literatengruppe an die Präsensbibliothek des Bochumer Literaturarchivs übergeben.

Gleich danach geht es für die umtriebige Gruppe mit ihrer Frühjahrs-Offensive weiter: Auch beim erstmals aufgezogenen Kulturfestival BO-Biennale vom 9. bis 18. Juni sind die Bo-Lits vertreten. „Fünf bis sieben Kolleg/innen sind beteiligt. Man liest allein, zu zweit, zu dritt, zu viert in verschiedenen Kunstateliers der Stadt“, so Heide Rieck.

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