Kunst

Bochumer Künstlerbund blickt mit Tatendrang in die Zukunft

Uta Hoffmann und Jaqueline Kraemer (re.) vor der Installation „Eure Vision“ von Engels & Kraemer in der Ausstellung „Crashtest Europa“ im Museum.

Uta Hoffmann und Jaqueline Kraemer (re.) vor der Installation „Eure Vision“ von Engels & Kraemer in der Ausstellung „Crashtest Europa“ im Museum.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Am 14. Dezember beginnt die Gruppenausstellung „Klein.Fein.Viele“ in der Galerie 13. Und auch für 2020 ist schon allerhand in Planung.

Der Bochumer Künstlerbund (BKB) blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Und der Reigen der Ereignisse ist jetzt, Mitte November, noch nicht zu Ende.

Bis Sonntag, 10. November, läuft die große Ausstellung „Crashtest Europa“, die der BKB im Erdgeschoss des Kunstmuseums realisiert hat. 23 Künstler/innen von Jana Banning bis Peter Wiethoff haben sich in der Gruppenausstellung mit ihren Arbeiten ausgebreitet.

Blick auf Europa

Sie alle eint ein mal nachdenklicher, mal kritischer, mal spielerischer Blick auf das Thema „Europa“, das von der kulturellen Begegnung der Nationen über den „Brexit“ bis zur Schließung der Außengrenzen im Zuge der Flüchtlingskrise viele Facetten hat.

„Wir sind mit der Resonanz auf die Ausstellung sehr zufrieden“, resümiert die BKB-Vorsitzende Jacqueline Kraemer, die auf zwei letzte Führungen hinweist, die am Samstag (9.11.) um 11 Uhr und Sonntag (10.11) um 15 Uhr im Kunstmuseum, Kortumstraße 147, stattfinden.

Mit Katalog

Darüber hinaus ist ein Katalog erschienen, der die präsentierten Kunstwerke und Installationen zusammenfasst und kommentiert und der auch persönliche Informationen zu den Kreativen bietet. Nachwuchssorgen kennt der BKB übrigens nicht. „Wir haben über 80 Mitglieder, darunter auch erfreulich viele jüngere“, so Jacqueline Kraemer.

Galerie 13 muss schließen

In der nächsten Woche geht es beim umtriebigen Künstlerbund schon wieder weiter, dann steht in der Galerie 13 an der Huestraße 13 die nächste Gruppenschau an. „Klein.Fein.Viele“ lautet das Motto, zu sehen sind über hundert Arbeiten von 30 (!) BKB-Künstlerinnen und -Künstlern (Vernissage am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr). Die Exposition, die als Petersburger Hängung bis zum 17. Dezember zum Besuch einlädt, ist gleichzeitig die letzte in der hauseigenen Galerie, die drei Jahre lang bespielt worden war.

24 Ausstellungen in drei Jahren

„Leider ist der Mietvertrag in dem Geschäftshaus nicht verlängert worden“, bedauert Jacqueline Kraemer, die dennoch mit Zufriedenheit auf die Galerie-Aktivitäten zurückblickt. „Das Projekt hat dem Künstlerbund einen unglaublichen Schub nach vorn gegeben“, sagt sie, „die Außendarstellung und -wahrnehmung konnte sehr gesteigert werden.“ Dass der Künstlerbund in der Stadt, zumal in der Innenstadt, sichtbarer wurde, tut nicht nur dem Selbstverständnis, sondern auch der künstlerischen Aura der Stadt Bochum gut. Immerhin wurden in den letzten 36 Monaten 24 Ausstellungen auf die Beine gestellt. Und immerhin existiert der BKB schon fast 75 Jahre!

Der Vorstand um Kraemer und die 2. Vorsitzende Uta Hoffmann ist nun auf der Suche nach einem Ausweichquartier in der City. „Es gibt bereits Überlegungen fürs nächste Jahr“, verrät Hoffmann, „ein temporärer Ausstellungsraum ist angedacht, und es wird auf jeden Fall eine BKB-Schau im Planetarium geben.“ Als weiteres Projekt für 2020 ist ein Kunstforum in Planung, das zehn Jahre nach der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 die damalige Idee der „Kunst an starken Orten“ aufgreift, „allerdings neu definiert und nicht als Wiederholung“, wie Kraemer betont.

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