Daisy Blau

Bochumer Figurenspielerin entführt in die Welt der Fantasie

Figurenspielerin Desiree Baier tritt als Theater Daisy Blau auf – hier in einer Szene ihrer Produktion „Prinzessin Kröte“ während der Fidena.

Foto: Thielmann

Figurenspielerin Desiree Baier tritt als Theater Daisy Blau auf – hier in einer Szene ihrer Produktion „Prinzessin Kröte“ während der Fidena. Foto: Thielmann

Bochum.   Das Theater Daisy Blau zeigt sein Stück „Fischgericht“ im Theater der Gezeiten. Dabei spielen skurrile Figuren und ganz viel Wasser eine Rolle.

Fantasievolles Figurentheater ist die Spezialität von Desiree Baier. Seit 2008 bringt sie unter dem Namen „Daisy Blau“ ihre Produktionen auf die Bühne. Das nächste Mal am Wochenende im Theater der Gezeiten in der Speckschweiz.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Figurenspielerin am Figurentheater-Kolleg Langendreer begann Desiree Baier, freiberuflich zu arbeiten. Sie ist eine Ein-Frau-Theatertruppe: Sie baut Figuren für sich (und andere) und stellt Kleidungsstücke, Masken, Taschen oder was auch immer in Eigenarbeit her.

Neuerdings hat die Künstlerin mit dem Theater der Gezeiten eine Spielstätte gefunden, die perfekt zu ihrem solistischen Ansatz passt: eher ein Zimmertheater als eine große Bühne, eher auf Tuchfühlung mit dem Publikum als auf Distanz zu ihm. Geboten wird die Daisy-Blau-Produktion „Fischgericht“ (ab 11 Jahren) nach der Erzählung „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen.

Spielform möchte die Fantasie kitzeln

Luise soll den Tisch decken, sagt die Stimme ihrer Großmutter. Sie schüttet Wasser in ein Cognac-Glas, das zum Meer wird. Schon beginnt die Reise durch ihre eigene Fantasie – Luise springt in das Glas und wird zur Meerjungfrau. Doch die Seejungfrau möchte nichts lieber als die Menschenwelt kennen lernen. Sie tauscht ihre Stimme gegen zwei Beine, wie sollte sie sonst dem Einen – einem Menschen -- nahe kommen?

Zeitgenössisches Figurentheater ist in den wenigsten Fällen linear gestrickt, vielmehr möchte diese Spielform die Fantasie kitzeln, dem Zuschauer (s)eine eigene Gedanken-Welt erschließen. So auch in „Fischgericht“, einer poetisch-skurrilen Produktion mit Objekten und den unterschiedlichsten Figurenarten. Und, natürlich, mit ganz viel Wasser!

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