Comic

Bochumer Comiczeichner lüftet Geheimnis unter der Glasglocke

Comiczeichner Timo Grubing legt sein erstes abendfüllendes Werk vor.

Comiczeichner Timo Grubing legt sein erstes abendfüllendes Werk vor.

Foto: Ingo Otto

bochum-Ehrenfeld.   Mit „Don’t touch it“ hat Timo Grubing seinen ersten großen Comic veröffentlicht. Spannende Geschichte bietet viele Verweise auf Horrorklassiker.

Bloß nicht anfassen! Den Titel dieses Comics kann man leicht missverstehen. „Don’t touch it!“ hat der Bochumer Comiczeichner Timo Grubing sein erstes großes Werk getauft – und dafür schon amüsiertes Grinsen kassiert. „Manche meinten, das Buch sollte man wohl besser nicht in die Hand nehmen“, sagt er schmunzelnd. „Steht ja schließlich drauf.“

Doch wer etwas mutig ist und trotzdem reinschaut, der entdeckt eine ganz ausgezeichnet gestaltete Geschichte – mit feinem Strich gemalt und mit viel Liebe fürs Detail entwickelt. „Don’t touch it!“: Das ist eine großartige Verneigung vor den amerikanischen Horrorfilmen der 70er und 80er Jahre mit vielen Verweisen auf Klassiker des Genres. Dieser prall gefüllte Zitatenschatz, der obendrein eine spannende Geschichte bietet, dürfte Horror- und Comicfans einige atemlose Stunden bieten.

Zombies im Bermuda-Dreieck

Alles begann mit einer kleinen Geschichte auf Instagram: „Die habe ich eher aus einer Laune heraus immer weiter gesponnen, wenn ich dafür mal Zeit hatte“, erzählt Grubing. Mit dem Zwerchfell-Verlag wurde schließlich einer von Deutschlands renommiertesten Comic-Verlagen auf die Story aufmerksam und bot ihm an, ein Buch daraus zu machen. Mit 160 Seiten ist dies ein – für Comic-Verhältnisse – opulentes Werk geworden, was Grubing sehr freut. „Da hat mir der Verlag völlig freie Hand gelassen.“

Zeichner für Kinderbücher

Bekannt wurde der Bochumer Illustrator, der Design in Münster studierte und im Ehrenfeld lebt und arbeitet, durch einen Comic für den Sammelband „Die Toten“: Darin ließ er Zombies über das Bermuda-Dreieck herein brechen, die am Südring ein wahres Blutbad anrichteten. Dass Grubing als freischaffender Zeichner sonst eher im Kinder- und Jugendbuchbereich zu Hause ist und Cover für Gesellschaftsspiele entwickelt, sah man diesen düsteren, aber famos gezeichneten Bildern gar nicht an.

Hochzeitsreise nach Maine

In „Don’t touch it!“ kann sich der bekennende Horrorfan, der seine Hochzeitsreise in die Heimat von Stephen King verlegte, endlich in voller Länge austoben. Dabei mutet er seinen Lesern einige Gewaltdarstellungen in schwarz-weiß zu: „Daher ist mein Buch für Kinder wohl auch nicht geeignet.“

Erzählt wird dem jungen Benji, der dem Autor ein wenig ähnlich sieht und in einer amerikanischen Kleinstadt aufwächst. Zu Beginn der großen Ferien kommt seine Cousine Loreley zu Besuch, die schon immer etwa schräg und verschlossen war. Unter einer Glaskugel hütet sie ein dunkles Geheimnis. Dem neugierigen Benji gibt sie einen entscheidenden Tipp: Fass das nicht an! Doch dann...

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