Politik

Bochumer CDU stimmt sich auf Landtagswahlkampf ein

Bodo Löttgen, Generalsekretär der NRW CDU, links, ehrte Bundestagspräsident Norbert Lammert für 50 Jahre Mitgliedschaft in der CDU.

Foto: Ingo Otto

Bodo Löttgen, Generalsekretär der NRW CDU, links, ehrte Bundestagspräsident Norbert Lammert für 50 Jahre Mitgliedschaft in der CDU. Foto: Ingo Otto

bochum.   Generalsekretär Löttgen schießt sich auf „Wunderheiler aus Würselen“ ein. Appell an Mitglieder für rege Unterstützung beim Straßenwahlkampf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In den richtigen Wahlkampfmodus versetzen wollte der Generalsekretär der NRW-CDU, Bodo Löttgen, seine rund 200 Gesinnungsfreunde am Samstagvormittag in der Aula der Graf-Engelbert-Schule. Als er über den „Wunderheiler aus Würselen“ sprach, unschwer als Martin Schulz zu identifizieren, kam ein wenig Bewegung in die Zuhörer. „Außer dem Aufblähen eines Popanzes findet in der SPD derzeit gar nichts statt“, rief er.

Zuvor hatte Christian Haardt als Kreisvorsitzender die Aufgabe, verdiente Mitglieder der Partei auszuzeichnen. Dass unter den zu Ehrenden auch Bundestagspräsident Nobert Lammert (50 Jahre CDU-Mitglied) war, bedeutete für Haardt, der in diesem Jahr ebenfalls in den Bundestag einziehen möchte, kein Problem. Sichtlich gerührt war er aber, als er mit Manfred Haardt („Ich sag einfach mal Papa“) seinen Vater für ebenfalls 50 Jahre Mitgliedschaft ehrte. „Du hast mir diese Partei nahegebracht.“

Stoß gegen Politik der AfD

Löttgen zeichnete später die Richtung vor. Er erinnerte an die letzte verlorene Landtagswahl und forderte die CDU-Mitglieder zum aktiven Werben auf. „Wir werden diesen Wahlkampf nicht im Schlafwagen gewinnen.“ Nicht die SPD als konkurrierende große Volkspartei, sondern die rechtsaußen agierende AfD sprach er zuerst an, eine Partei, die offen mit den Ängsten der Menschen spiele.

Dann ging es gegen Sozialdemokraten und Grüne munter weiter. Innenminister Jäger („NRW hat Besseres verdient“) bekam genauso sein Fett weg wie Schulministerin Sylvia Löhrmann ( „Es darf keine weitere Förderschule geschlossen werden, solange nicht die Voraussetzung für Inklusion vorliegen.“).

Die Koalition habe in der Wirtschaftspolitik genauso versagt wie in der Gesundheitspolitik, Stichwort „Hygiene-Ampel“. Natürlich durfte dabei der Hinweis auf NRW als Stauland Nummer eins nicht fehlen.

Oben auf dem Podium saßen die ehemalige Landtagspräsidentin Regina van Dinther und die beiden Kommunalpolitiker Marcus Stawars und der Wattenscheider Dirk Schmidt. Mit diesem Dreigestirn als Direktkandidaten tritt die CDU in den Landtagswahlkampf. Christian Haardt, der bekanntlich nicht mehr für den Landtag kandidiert, war vor einigen Wochen bereits als Bundestagskandidat für seine Partei nominiert worden. Auf der Landesliste der CDU steht er auf Platz 38. Eine relativ gute Position, wie zu hören ist.

Während am Samstag auf der Bühne sich die drei Landtagskandidaten schon einmal warmliefen, zog es die ersten Mitglieder bereits zu den von der Jungen Union geschmierten Brötchen vor der Aula. Zwischen zwei Bissen raunte jemand seinem Nachbarn zu, dass er sich den Wahlkampfauftakt seiner Partei durchaus etwas lebhafter hätte vorstellen können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik