Ehrentag

Bochumer „Botschafter des Bieres“ Klaus-J. Schlegel wird 85

Klaus-Joachim Schlegel: Der Spross der Brauer-Dynastie kann viel über die Geschichte der Brauerei Schlegel in Bochum erzählen.

Klaus-Joachim Schlegel: Der Spross der Brauer-Dynastie kann viel über die Geschichte der Brauerei Schlegel in Bochum erzählen.

Foto: Arne Poll / WAZ Fotopool

Bochum.  Klaus-Joachim Schlegel, Urenkel des Gründers der Schlegel-Brauerei, feiert 85. Geburtstag. Der Ur-Bochumer führt ein Leben im Zeichen des Bieres.

Ein Ur-Bochumer feiert Geburtstag: Klaus-Joachim Schlegel, Urenkel des Gründers der Schlegel-Brauerei, wird am 1. November 85 Jahre alt. Groß gefeiert wird wegen Corona nicht, aber im Familienkreis mit einem gepflegtem Hellen angestoßen.

Denn Bier prägt das Leben des Altersjubilars, der 40 Jahre in der Brauwirtschaft tätig war und familiär in 12. Generation im Dienste von Gambrinus, dem Erfinder des Bierbrauens, steht. 1960 begann der Betriebswirt sein Berufsleben in der Brauerei Stauder in Essen, 1962 erfolgte der Wechsel zur Bochumer Schlegel-Brauerei. Dort arbeitete Klaus-J. Schlegel als Chef für Personal und Verwaltung bis zur Stilllegung der Produktion 1980.

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Von seiner Passion konnte der ebenso umtriebige und kommunikative Pensionär aber nicht lassen. Er blieb als „Botschafter des Bieres“ auf Achse und engagiert sich unter anderem in der Stiftergesellschaft zur Förderung des Bauerei-Museums Dortmund, dessen Vorsitzender er seit 2002 ist.

Info-Tafel am Schlegel-Turm

Gern unternimmt Klaus-Joachim Schlegel einen Spaziergang zum Schlegel-Turm gegenüber dem Rathaus, eine Station auf dem „Historischen Pfad“ zur Stadtgeschichte. Auf einer Tafel vor dem Durchgang zum früheren Brauhof liest er dann, was er eh‘ lange weiß: Dass die „Bayerische Bierbrauerei J.J. Schlegel“ 1854 gegründet wurde, dass das 58 Meter hohe Silo-Hochhaus von 1927 stammt, und dass die Schlegel-Brauerei 1954 zu den zehn größten in der BRD zählte. „Bochums Dreiklang, merk ihn Dir: Kohle, Stahl und Schlegel-Bier!“, lautete ein bekannter Werbespruch.

Klaus-Joachim Schlegel freut sich über die Ausschilderung: „So bleibt ein Stück Bochumer Geschichte im Gedächtnis der Bürger erhalten.“

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