Astronomie

Bochumer Amateur-Astronomen hoffen auf ein neues Zuhause

Die Amateur-Astronomen vom Verein Ad Astra (v.l.): Geschäftsführer Oliver Aders, Gerätewart Oliver Pollmann und die 1. Vorsitzende Martha Steckel. Auf dem Tisch liegt das Teleskop, das auf der Erich-Kästner-Schule stand.

Die Amateur-Astronomen vom Verein Ad Astra (v.l.): Geschäftsführer Oliver Aders, Gerätewart Oliver Pollmann und die 1. Vorsitzende Martha Steckel. Auf dem Tisch liegt das Teleskop, das auf der Erich-Kästner-Schule stand.

Foto: K. Buchwieser

Bochum.   Die Bochumer Amateur-Astronomen von Ad Astra hatten eine Beobachtungsstation auf einer Schule. Nun suchen sie schon länger eine neue Bleibe.

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Gerne würde Martha Steckel noch einmal diesen „super Sternenhimmel“ sehen. Als Kind hat sie ihn in ihrem Heimatdorf gesehen. „Danach nie wieder.“ Die Sterne haben sie seitdem aber nicht mehr los gelassen.

Sie ist 1. Vorsitzende des Vereins „Ad Astra“. Das ist Latein, heißt zu den Sternen und ist Teil einer Redewendung: Per aspera ad astra. Durch das Raue zu den Sternen. Das beschreibt das Problem des Vereins. Das heißt: Amateur-Astronomen suchen ein Zuhause.

Schule wurde abgerissen

Viele Jahre hatten sie eins. Auf dem Dach der Erich-Kästner-Schule konnten sie auch das Teleskop der Schule nutzen. Jeden Freitag bot der Verein Beobachtungen von Sonne, Mond und Planeten an. Bis zum Jahr 2012 ging das. Dann wurde die Schule abgerissen.

Pläne, mit der Beobachtungsstation auf das neue Schulgebäude umzuziehen, gab es. „Wir haben uns mit dem Architekten der Schule darüber unterhalten“, sagt Oliver Pollmann, Gerätewart des Vereins. „Lange haben wir gehofft, dass es mit dem Umzug klappt. Dann waren irgendwann die Baukräne weg und ein Umzug kein Thema mehr.“

Seitdem können sich die Amateur-Astronomen nur noch zu besonderen Anlässen wie der Blutmond im Juli dieses Jahres der Öffentlichkeit präsentieren. Seitdem lagert auch das Schul-Teleskop der Schule bei Oliver Aders, dem Geschäftsführer des Vereins, im Garten.

Kuppel der Ruhr-Uni wird neue genutzt

In einem Jahr aber hofft er wieder mehr Platz dort zu haben. Ruhr-Uni, Planetarium und Stadt haben den Bau einer Beobachtungsstation an der Ruhr-Uni auf den Weg gebracht. Ausgelöst wurde das durch die anstehende Sanierung des NA-Gebäudes.

Das hat eine Beobachtungskuppel auf dem Dach. Wird das Gebäude saniert, muss sie runter und soll Teil der Beobachtungsstation werden, die mit Blickrichtung Lottental neben der Kita Unikids gebaut werden soll. Die wiederum soll auch das neue zu Hause für Ad Astra werden.

Immer freitags wollen dann die Amateur-Astronomen Interessierten Sonne, Mond und Planeten zeigen und erklären.

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