Premiere

Bochum: Zeitmaul-Theater bringt Uraufführung heraus

Die Schauspielerinnen Gabriele Brüning (li.) und Johanna Martin und Regisseur Helge Salnikau bringen „Maikäfer“ heraus.

Die Schauspielerinnen Gabriele Brüning (li.) und Johanna Martin und Regisseur Helge Salnikau bringen „Maikäfer“ heraus.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der Bochumer Dramatikerpreis fand erstmals 2019 statt. Nun kommt mit „Maikäfer“ das erste preisgekrönte Stück im Zeitmaul-Theater auf die Bühne.

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„Maikäfer“ heißt die nächste Premiere im Zeitmaul-Theater in Bochum. In der Regie von Helge Salnikau kommt ein Preisträgerbeitrag des Dramatikerwettbewerbs „spiel.frei.gabe“ auf die Bühne.

Die drei Bochumer freien Bühnen – Prinz-Regent-Theater (PRT), Zeitmaultheater (ZM) und Theater Rottstraße 5 – hatten den Förderpreis im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.

Von drei Bühnen in Bochum ausgerichtet

Der Wettstreit der Bühnenautoren brachte drei Siegertitel hervor, die nun bis Frühjahr im Zeitmaul-Theater und im Prinz-Regent inszeniert werden. Erstes in der Reihe ist das ZM-Theater mit dem von der Jury zum 3. Sieger gekürten Drama „Maikäfer“ der jungen Autorin Hannah Zufall aus Berlin. Inszeniert wird das Zweipersonenstück von Helge Salnikau. Der Schauspieler ist durch seine Arbeit am PRT („Tschick“, „Die Verwandlung“) und am ZM-Theater („Ein Abend im Sommer“) bestens eingeführt. Nun liefert er seine erste Bochumer Regie-Arbeit ab.

Es entwickelt sich eine Familietragödie

„,Maikäfer’ handelt von einem Generationenkonflikt, dessen Ursachen bis auf den Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung zurückgehen“, sagt Salnikau. In dem konventionell gebauten Dialogstück entwickelt sich eine Familientragödie, deren Protagonisten eine Großmutter (Gabriele Brüning) und ihre Enkelin (Johanna Martin) sind. An einem Abend, der eigentlich dem Gedenken an den verunglückten Freund der Enkeltochter gewidmet war, bricht plötzlich eine komplexe, tragische Familiengeschichte auf.

„Über das private Einzelschicksal hinaus reißt Hannah Zufall in ihrem Text ein übergreifendes Thema an“, so Salnikau. Die Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs als Resultat aus Tod, Vernichtung, Schuld und Schandtaten sind vielfach immer noch dämonisch wirksam und schlagen bis in die heutige Generation aus.

Versprochen ist ein düsteres Kammerspiel, das von zwei starken Frauenfiguren getragen wird.

Aufführung findet zunächst zweimal statt

Premiere am Freitag (17.1.), weitere Vorstellung am Samstag (18.1.), jeweils 19.30 Uhr im Zeitmaul-Theater, Imbuschplatz 11. Eintritt: 15 /erm. 10 Euro

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