Lutherkirche

Bochum: Verein hat viele neue Ideen für die Lutherkirche

Der Vorstand des Vereins „LutherLAB“ hat mit der Lutherkirche in Bochum-Langendreer viel vor. Das Foto zeigt die Vorsitzende Gabi Fuchs (vorne) mit (von links) Miriam Eschert, Frank-Dagobert Müller, Klaus-Peter Eschert, Nicole Troesch und Viktoria Hupertz-Masukowitz im Kirchenschiff.

Der Vorstand des Vereins „LutherLAB“ hat mit der Lutherkirche in Bochum-Langendreer viel vor. Das Foto zeigt die Vorsitzende Gabi Fuchs (vorne) mit (von links) Miriam Eschert, Frank-Dagobert Müller, Klaus-Peter Eschert, Nicole Troesch und Viktoria Hupertz-Masukowitz im Kirchenschiff.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer.  Mit Leben wurde die Lutherkirche in Bochum-Langendreer schon gefüllt. Nun warten neue Ideen – und Herausforderungen. Dabei geht es auch ums Geld.

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Der Anfang ist gemacht. Mit viel Engagement haben die Langendreerer Bürger der Lutherkirche am Alten Bahnhof in Bochum-Langendreer neues Leben eingehaucht. Dafür wurde eigens im Juli 2018 der Verein „LutherLAB“ gegründet. Nun gilt es für Vorstand und Mitglieder, einen langen Atem zu haben und mit demselben Elan weiterzumachen, damit sich die Idee, das über Jahre leerstehende Gotteshaus nicht nur zwischenzeitig, sondern auch nachhaltig und auf Dauer zu nutzen, realisieren lässt.

Viele neue Ideen für die Lutherkirche in Bochum-Langendreer

An der Kreativität aller Beteiligten wird es nicht scheitern. Ideen für die Lutherkirche gibt es mehr als genug. Doch es warten auch noch andere Herausforderungen. Vor allem finanzielle. Mit der evangelischen Gemeinde Langendreer wurde ein Nutzungsvertrag über fünf Jahre abgeschlossen. So lange werden von der Kirche die laufenden Kosten übernommen. „Wir haben in dieser Zeit die Chance, ein Konzept für die Lutherkirche zu entwickeln“, ist die „LutherLAB“-Vorsitzende Gabi Fuchs der Gemeinde für ihr Entgegenkommen sehr dankbar.

Ein wirtschaftliches Konzept muss her

„Was wir aber auch brauchen, ist ein wirtschaftliches Konzept“, sagt der 2. Vorsitzende Klaus-Peter Eschert. Allein von den Jahresbeiträgen der rund 70 Mitglieder (12 Euro) wird sich „LutherLAB“ nicht tragen. Von daher müsse allen klar sein, die es toll finden, nun mit der Lutherkirche einen weiteren Versammlungsort im Stadtteil zu haben, dass dieser nicht grundsätzlich kostenlos genutzt werden kann.

Ein Ort für Bildung und Begegnung, für Nachhaltigkeit und Innovation

Ziel von „LutherLAB“ ist es, die Lutherkirche für Begegnung, Bildung, Nachhaltigkeit und Innovation zu öffnen. So, wie es 2017 bereits bei dem Workshop Urbane Produktion passiert ist. Diesen Weg wollen Fuchs, Eschert & Co. auch 2020 mit eigenen Veranstaltungen weitergehen. So ist ein Projekt zum Thema Konsumreduzierung geplant. „Wir suchen Familien oder Einzelpersonen, die eine nachhaltige Lebensführung im Alltag ausprobieren wollen“, sagt Gabi Fuchs. Anmeldungen dafür werden schon jetzt angenommen: info@lutherlab.de .

Spektakuläres passiert vor der Kirche

Auch vor der Kirche soll Spektakuläres passieren: Zu einer Ausstellung mit der Flüchtlingshilfe Langendreer und Seawatch soll ein Original-Rettungsboot am Alten Bahnhof „anlegen“. Und ein sogenanntes Tiny-House (Mini-Haus) wird längere Zeit vor dem Kirchenportal stehen, um diese innovative Wohnform betrachten, aber auch selbst erleben zu können. „Wir wollen ein Probewohnen anbieten“, blickt Gabi Fuchs voraus.

Diese und weitere Pläne (z. B. Kurse an der gerade wieder instandgesetzten Orgel) werden Interessierten alle 14 Tage samstagmorgens bei einem offenen Treffen (das nächste am 21. Dezember) von 10 bis 12 Uhr vorgestellt. „Dazu ist jeder herzlich eingeladen“, sagt Gabi Fuchs. Man kann aber auch an der „Weihnachtsbude“ in der Kirche vorbeischauen – an diesem dritten und am vierten Adventswochenende von Freitag bis Sonntag, jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr. Es gibt Glühwein, Punsch und Waffeln.

Tag der offenen Tür am Samstag, 14. Dezember

Am Samstag, 14. Dezember, gibt es in der Lutherkirche von 14 bis 18 Uhr zudem einen Tag der offenen Tür. Mit vielen Aktionen (u.a. Robotertiere bauen, Meisenknödel rollen, Plätzchen backen), Informationen und der Eröffnung einer neuen Ausstellung. In dieser können sich Initiativen, Vereine und Gruppen aus Langendreer präsentieren. „17 Teilnehmer haben wir inzwischen zusammen“, freut sich Gabi Fuchs und hofft auf weitere Interessenten. „Die Ausstellung soll stetig wachsen.“

Die vielen Vereine und Gruppen im Stadtteil sichtbar machen

„Wir wollen mit dieser Ausstellung die Vielfalt an Organisationen im Bochumer Osten zeigen und die vielen Gruppen sichtbar machen“, sagt Gabi Fuchs. Zudem wolle man mit den Akteuren vor Ort dadurch auch ins Gespräch kommen und „einen Raum für Stadtteilkommunikation schaffen“.

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