Stadtlauf

Bochum: „Urban Trail“ soll trotz Corona die Massen bewegen

Der Stadtlauf „Urban Trail“ startete am Freitagmittag am Rathaus. Veranstalter Klaus Ehl (links) hat in Corona-Zeiten eine „Light Edition“ auf die Beine gestellt. Die Läufer können sich per QR-Code über die Gebäude auf dem Rundkurs informieren.

Der Stadtlauf „Urban Trail“ startete am Freitagmittag am Rathaus. Veranstalter Klaus Ehl (links) hat in Corona-Zeiten eine „Light Edition“ auf die Beine gestellt. Die Läufer können sich per QR-Code über die Gebäude auf dem Rundkurs informieren.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Der Bochumer Stadtlauf „Urban Trail“ ist gestartet. Zwar dürfen die Gebäude diesmal nicht durchlaufen werden. Aber es gibt Ersatz – und Rabatt.

„Wir trotzen Corona!“, sagt Klaus Ehl (71). Am Freitagmittag gab der ehemalige Lehrer und Sprinter-Champion zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Startschuss für den „Urban Trail“, der in Zeiten der Pandemie als „Light Edition“ veranstaltet wird.

Mit dem „Urban Trail“ hat Klaus Ehl seit drei Jahren einen guten Lauf. Mehr als 3000 Teilnehmer wurden im Sommer 2019 gezählt. Die Besonderheit: Die Läufer spulen nicht stumpf ihre Kilometer ab, sondern sind der Bochumer Kultur auf der Spur. Markante Gebäude und Kulturstätten werden nicht nur angesteuert, sondern durchlaufen. Ohne Zeitmessung. Ohne Leistungsdruck. Dafür mit ganz viel Spaß am bewegenden Sightseeing.

Urban Trail in Bochum: Absage war keine Option

Für Juni war die vierte Auflage geplant. 1500 Hobbysportler hatten sich angemeldet. Erstmals sollte die Ruhr-Universität eingebunden werden. Dann kam Corona. Doch für Klaus Ehl als Ex-Spitzensportler war klar: Aufgeben ist keine Option. Schnell war die Absage verkraftet. Mit der „Light Edition“ entstand eine neue Form des Stadtlaufs, die den Corona-Auflagen genügen soll.

Das ist anders beim Stadtlauf 2020

Die wichtigsten Änderungen:

– Die Gebäude auf dem Zehn-Kilometer-Rundkurs durch die Innenstadt dürfen diesmal nicht durchlaufen werden. Stattdessen sind vielerorts Schilder mit QR-Codes aufgestellt., Per Handy gescannt, erhalten die Läufer launige Grüße und vielfältige Informationen über die Bochumer Highlights.

– Gelaufen wird nicht nur an einem Tag. Nach dem Auftakt am Freitag können sich die Läufer noch bis Montag (21.) auf den Weg machen.

– Es gibt kein Start und kein Ziel. Der Lauf kann überall beginnen. Die Strecke ist mit gelben Tafeln und gelber Kreide markiert.

– Die QR-Codes mit 90-Sekunden-Einspielern gibt es am Musikforum, Platz des europäischen Versprechens und Planetarium, an der Propsteikirche, am Terminal und Stadtarchiv, bei der VBW, an der Kunstkirche, Bogestra, Sparkasse und Pauluskirche.

Für WAZ-Leser gibt’s Rabatt

Vor dem Rathaus ist an allen vier Tagen von 9.30 bis 19.30 Uhr ein Info-Stand aufgebaut. Wer mag, kann sich hier anmelden und erhält für 15 Euro eine schmucke Medaille, eine Flasche Wasser und ein Präsent. „Für WAZ-Leser gibt’s Rabatt“, sagt Klaus Ehl. „Wer ,WAZ’ am Infostand sagt, ist für fünf Euro dabei.“

2021, hoffen Ehl und die Läufer-Gemeinde, kann der „Urban Trail“ wieder unter regulären Bedingungen starten. Die 1500 Anmeldungen für dieses Jahr bleiben bis dahin gültig.

Alle Infos im Internet gibt es auf www.bochumurbantrail.de.

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