"Aufeinander achten"

Bochum Total: Polizei hat diese Tipps für Festivalbesucher

Die Polizei hat Sicherheitstipps veröffentlicht, damit Bochum Total sicher abläuft.

Die Polizei hat Sicherheitstipps veröffentlicht, damit Bochum Total sicher abläuft.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Die Polizei hat Sicherheitstipps für die Besucher des Musikfestivals Bochum Total veröffentlicht. Sie geben Verhaltenstipps für den Ernstfall.

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Bis zu 800.000 Besucher erwartet der Veranstalter von Bochum Total ab Donnerstagabend. Damit für sie das Musikfestival auch sicher verläuft, gibt die Polizei einige allgemeine Sicherheitstipps. Die Polizei selber plant erneut unter anderem eine Videoüberwachung.

Aber auch die Besucher könnten einiges für ihre Sicherheit tun. So sollten sie sich vor ihrem Besuch oder spätestens vor Ort über bestehende Sicherheitshinweise informieren.

Was mache ich, wenn ich bedroht werde?

  • „Schließen Sie sich zu einer Gruppe zusammen. Achten Sie aufeinander und unterstützen sich gegenseitig“, so heißt es. Außerdem gibt es diese Tipps: Bewegen Sie sich am Rande der Menschenmenge, um Ihr Ziel zu erreichen. Ziehen Sie durch lautes Schreien von Sätzen, wie „Fassen Sie mich nicht an“, „Ich werde überfallen!“ oder auch durch den Einsatz von „Schrillalarmgeräten“ oder Trillerpfeifen die Aufmerksamkeit auf sich.

  • Fordern Sie unbeteiligte Personen aktiv zur Hilfeleistung auf. Sprechen Sie diese Personen dazu gezielt an, etwa mit: „Sie mit der blauen Jacke! Ich brauche Hilfe!“ Ziehen Sie sich in sichere Bereiche, wie Einrichtungen des Veranstalters und des örtlichen Sicherheitspersonals, Erste-Hilfe-Anlaufstellen oder auch Verkaufsstände zurück. Verständigen Sie die Polizei über „110“.

Was mache ich, wenn ich Belästigungen mitbekomme?

  • „Zögern Sie nicht und fordern Sie andere Festivalbesucher oder das Sicherheitspersonal aktiv und direkt zur Mithilfe auf“, so die Polizei. „Bringen Sie sich nicht in Gefahr und alarmieren Sie die Polizei.“

Darf ich bei Gefahr Tier-Abwehr-Spray nutzen?

  • Die Polizei rät davon ab. Der Einsatz von Abwehrwaffen könne, wenn Menschen verletzt werden, eine strafrechtliche Prüfung nach sich ziehen. Außerdem könnten Unbeteiligte verletzt werden. „Der oder die Täter können Ihnen die „Abwehrwaffe“ auch entreißen und dann gegen Sie einsetzen“, warnt die Polizei.

Wie schütze ich meine Wertsachen?

  • Die Polizei rät, nur notwendige Gegenstände mit sich zu führen. Außerdem solle man auf Tasche und Wertgegenstände achten. Bargeld sollte am Körper verteilt mit sich geführt werden, möglichst in verschlossenen Innentaschen, Gürteltaschen oder Brustbeuteln.

  • Wenn vorhanden, sollten Schließfächer genutzt werden. Und wenn doch einmal etwas passiere, sollten die Opfer schnellstmöglich Strafanzeiger bei der Polizei erstatten.

Was sollte ich noch beachten?

  • Bekannte, Verwandte, Freundinnen und Freunde sollen sich gegenseitig unterstützen und aufeinander achten, so die Polizei. Getränke sollten immer bei der Bedienung bestellt und selbst entgegen genommen werden. Außerdem sollten sie nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen werden. „Prüfen Sie kritisch, wenn Ihnen Unbekannte offene Getränke oder Speisen anbieten. Nehmen Sie keine vermeintlich harmlosen Medikamente von Fremden an“, so die Polizei.
  • Vorsicht und Hilfe seien geboten, wenn sich Fremde um ein hilfsbedürftiges Mitglied ihrer Gruppe kümmern und die betroffene Person wegführen wollten.

Wer kann mir im Ernstfall helfen?

  • Fordern Sie andere Festivalbesucher, das Sicherheitspersonal oder den Sanitätsdienst aktiv und direkt zur Hilfe auf. Verständigen Sie im Falle einer Straftat die Polizei über „110“. Wenn Sie Übelkeit verspüren - holen Sie sich sofort ärztliche Hilfe über das Personal, den Sicherheitsdienst oder den Sanitätsdienst, so schreibt es die Polizei.
  • Betroffenen sollten nicht allein gelassen werden. Im Notfall könne auch ein anderer Festivalbesucher beauftragt werden, den Sanitätsdienst zu holen. Zahlreiche Substanzen lassen sich oft schon mit handelsüblichen Schnell- oder Vortests für Urin nachweisen.
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