Freigrafendamm

Bochum: SPD will Mittelstreifen am Freigrafendamm schützen

Immer wieder zu beobachten: Bürger parken ihre Autos am Freigrafendamm in Bochum-Altenbochum halb auf dem Mittelstreifen. Das schadet dem Rasen – wie unschwer zu erkennen ist.  

Immer wieder zu beobachten: Bürger parken ihre Autos am Freigrafendamm in Bochum-Altenbochum halb auf dem Mittelstreifen. Das schadet dem Rasen – wie unschwer zu erkennen ist.  

Foto: Simone Gottschlich

Bochum-Altenbochum.  Weil immer wieder Autos dort parken, ist der Mittelstreifen am Freigrafendamm in Altenbochum ziemlich ramponiert. Dagegen will die SPD vorgehen.

Den grünen Mittelstreifen am Freigrafendamm in Altenbochum will die SPD-Ratsfrau Simone Gottschlich schützen. Man könne dort am linken und rechten Straßenrand parken – das sorge allerdings mittlerweile für Probleme. „Ich habe in letzter Zeit häufiger gesehen, dass Autos beim Einparken über den Bordstein des begrünten Mittelstreifens und dann auch über den Rasen fahren. Es ist auch schon vorgekommen, dass sie dabei die Bäume gestreift haben. Auch beschädigt diese Parkpraxis die Bordsteine“, erklärt Gottschlich.

Bochum: SPD sind Wildparker am Freigrafendamm ein Dorn im Auge

Der Mittelstreifen am Freigrafendamm mache daher mittlerweile einen sehr ungepflegten Eindruck, obwohl die Allee an sich ein echter Hingucker und stadtweit wohl einmalig ist. „An vielen Stellen ist der Rasen aber so kaputt, dass nur noch nackte Erde zu sehen ist“, sagt Simone Gottschlich. Manchmal werde sogar in Teilen direkt auf dem Rasen geparkt. „Dabei ist es doch möglich, am Straßenrand zu parken, ohne das Grün auf dem Mittelstreifen zu beschädigen.“

Deswegen will die SPD zusammen mit ihrem grünen Koalitionspartner im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität einen passenden Antrag vorlegen. Gottschlich: „Wir möchten, dass die Verwaltung prüft, ob gegebenenfalls Findlinge oder Hecken den Grünstreifen schützen können.“

Politik wünscht Pilotprojekt mit einem Blühstreifen

Außerdem hat Simone Gottschlich noch einen Vorschlag, der ebenfalls von den Grünen unterstützt wird: „Wenn die Stadt schon dafür sorgt, dass der Mittelstreifen geschützt wird, dann könnte es sich auch lohnen, dort einen Blühstreifen anzulegen. Deswegen bitten wir die Verwaltung, regionale Wildblumensaaten und Staudenmischungen zu pflanzen. Das wäre ökologisch und auch optisch ein Gewinn für den Freigrafendamm.“

Die Grünen können sich so etwas auch an anderen Stellen im Stadtgebiet vorstellen. Der Freigrafendamm könne als Musterbeispiel dienen und zunächst probeweise bepflanzt werden. Geht der Plan mit einem Blühstreifen dort auf, könne er dann auch im gesamten Stadtgebiet greifen.

Nach Ansicht der SPD soll die Verwaltung am Freigrafendamm zudem dafür sorgen, dass insbesondere die Einmündungsbereiche Stockyweg und Andreas-Hofer-Straße von parkenden Fahrzeugen frei gehalten werden. „Dort überqueren viele Fußgängerinnen und Fußgänger den Freigrafendamm und müssen ihn natürlich zur eigenen Sicherheit auch gut einsehen können“, erklärt Simone Gottschlich.

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