Natur

Bochum: SPD fordert mehr Wald – für Klima und mehr Erholung

Ein Naherholungsparadies: das Naturschutzgebiet Hörster Holz.

Ein Naherholungsparadies: das Naturschutzgebiet Hörster Holz.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die SPD will von der Stadtverwaltung Bochum wissen, wo neuer Wald entstehen kann. 250.000 Euro will die Stadt jährlich investieren.

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Die Stadt soll mehr Wald bekommen. Die Stadtverwaltung soll jetzt sagen, wo genau. Das fordert die SPD.

„Bochum ist grüner, als man denkt, braucht aber zusätzlich noch mehr Wald. Deswegen fordern wir die Verwaltung auf, Flächen zu benennen, auf denen eben dieser Wald entstehen kann“, sagt Deborah Steffens, umweltpolitische Sprecherin der SPD im Rat. Den Antrag dazu reicht die SPD mit den Grünen im Umweltausschuss am 23. Januar ein.

Schöne Wälder, aber nur kleine und wenige

Bochum hat zwar sehr schöne und vielfältige Wälder, aber nur wenige und kleine. Die Gesamtfläche des Stadtwaldes beträgt nur rund 1000 Hektar, das sind rund sieben bis acht Prozent der gesamten Stadtfläche. Düsseldorf hat 2500 Hektar Stadtwald, Dortmund ebenfalls. NRW-weit stehen auf rund 20 Prozent der Flächen Waldbäume, bundesweit auf rund einem Drittel. Vor 50 Jahren hatte Bochum allerdings noch weniger Wald: es war nur ein Drittel der heutigen Waldfläche.

Deborah Steffens: „250.000 Euro soll die Stadt jährlich in die Aufforstung der Bochumer Wälder investieren – das haben wir in der Ratssitzung im Dezember beschlossen. Damit dieser Beschluss auch schnell umgesetzt werden kann, soll die Verwaltung möglichst schnell geeignete Flächen suchen und mit der Aufforstung beginnen. Möglich sei zum Beispiel die Aufforstung neben bestehenden Wäldern oder auf ungenutzten Friedhofsflächen. Aber auch „eine natürliche Bewaldung“ sei gewünscht – auf Flächen, die von sich aus eine natürliche Begrünung entwickeln mit heimischen Bäumen.

Bald soll die vakante Försterstelle besetzt werden

Die Waldflächen sollen gut für das Stadtklima sein, aber auch der Naherholung dienen und den Menschen offenstehen, meint die SPD-Politikerin.

Das Thema wird dann auch einen neuen Förster oder eine neue Försterin beschäftigen. Nachdem der bisherige Stadtförster Martin Erben vor einigen Monaten nach Düsseldorf gewechselt ist, sucht die Stadt noch einen Nachfolger. Man befinde sich kurz vor Abschluss des Auswahlverfahrens, sagte am Dienstag Stadtsprecher Peter van Dyk.

CDU-Europaabgeordneter pflanzt zwei Setzlinge in Wattenscheid

Die CDU befasst sich ebenfalls mit dem Thema Wald. Der Bochumer CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke pflanzte gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und -Oberbürgermeisterkandidaten Christian Haardt zwei Baumsetzlinge an der CDU Kreisgeschäftsstelle an der Lyrenstraße in Wattenscheid.

Hintergrund ist die Aktion „Unsere Wälder brauchen Zukunft – Europas Wälder schützen und nachhaltig nutzen“ der CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Die 29 Abgeordneten von CDU und CSU im Europäischen Parlament setzen sich den Angaben zufolge für die schnelle und unbürokratisch Hilfe für Wiederaufforstungen und Waldumbau, die Entnahme und Verwertung von Schadholz, eine „nachhaltige Forstwirtschaft“, die stärkere europäische Förderung von Forschung zur Waldgesundheit sowie eine zentrale Rolle der europäischen Waldstrategie beim „Green Deal“ der neuen EU-Kommission ein.

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