Kirche

Bochum: Sinnenpark macht Leben Jesu buchstäblich greifbar

Im Sinnenpark in Bochum-Werne werden acht Stationen aus dem Leben Jesu gezeigt.

Im Sinnenpark in Bochum-Werne werden acht Stationen aus dem Leben Jesu gezeigt.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Bochum-Werne.  Nur Zuhören war gestern: Zwei Wochen lang ist die Erlebnisausstellung in Bochum im Katholischen Gemeindezentrum zu Gast. Ein ökumenisches Projekt.

Etwas aufgeregt ist Volker Sturm schon vor seinem ersten Auftritt als Reiseleiter durch den Sinnenpark. Dabei legt der Pastor aus der Evangelischen freien Gemeinde mit seiner Reisegruppe nicht nur räumliche, sondern auch große zeitliche Distanz zurück: Etwa 2000 Jahre geht es in die Vergangenheit, nach Israel.

Dort angekommen, durchlaufen die Besucher im Sinnenpark acht Stationen aus dem Leben Jesu, die im Katholischen Gemeindezentrum auf 200 Quadratmetern aufgebaut sind. Neben der Moderation von Volker Sturm warten dort unter anderem auch Hörspieleinlagen, Panoramabilder und ein Festmahl auf sie.

Im Sinnenpark wird die Hochzeit zu Kana gefeiert

Die Gruppe nimmt schließlich an der Hochzeit zu Kana teil. Gehört haben die Geschichte von Jesus, der aus Wasser Wein macht, sicherlich schon einige der Anwesenden. Doch mit Snacks in einem festlich dekorierten Raum und fröhlicher Musik untermalt bleibt sie gleich prägnanter und vor allem anders in Erinnerung. Hinzu kommen kulturelle und historische Informationen, die Volker Sturm zur jeweiligen Station einstreut.

„So eine Hochzeit beginnt damit, dass Braut und Bräutigam mehrere Tage lang aufeinander zugehen“, erzählt er. „Freunde und Familie begleiten sie dabei. Das ist schon Teil des Fests.“ Dass die Feier also eine Woche lang dauert, ist nichts Ungewöhnliches. Direkt danach geht es an den See Genezareth, auf dem Jesus dafür sorgt, dass sich der gefährliche Sturm legt.

„Sinnenpark mobil“ ist in ganz Deutschland unterwegs

Damit möglichst viele Gruppen zwei Wochen lang Führungen erleben können, bedarf es einiger helfender Hände: Etwa 25 Mitarbeitende sind im Team, der Großteil ehrenamtlich. Neben Volker Sturm gehören Gemeindereferent Marcus Steiner aus der Herz-Jesu Gemeinde und Pfarrerin Birgit Leimbach aus der evangelischen Gemeinde Werne zu denjenigen, die das Projekt ins Rollen gebracht haben.

„2017 haben wir die Ausstellung kennengelernt“, sagt Volker Sturm. Der „Sinnenpark mobil“ ist als Wanderausstellung in ganz Deutschland unterwegs. Aus der Begeisterung dafür ist das erste ökumenische Projekt der drei Gemeinden entstanden.

Ökumene bietet Chance, Vorurteile abzubauen

„Wir hoffen, dass wir einige Leute erreichen, die bisher noch nicht im Glauben stehen“, sagt der Pastor. Werbung hat das Team schließlich weit über die Grenzen seiner Gemeinden hinaus gemacht: Der Flyer ist in vielen Briefkästen gelandet, auch Gruppen aus anderen Gemeinden haben sich schon angemeldet. „Die Ökumene ist auch eine tolle Gelegenheit, Berührungsängste zu nehmen, auch, was die freie Gemeinde angeht. Es bestehen schließlich noch einige Vorurteile.“

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