Coronavirus

Bochum: Ruhrpark führt Freitag die Maskenpflicht wieder ein

Seit September galt die Maskenpflicht im Bochumer Ruhrpark nur in den Geschäften. Ab Freitag müssen die Kunden wieder überall eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Seit September galt die Maskenpflicht im Bochumer Ruhrpark nur in den Geschäften. Ab Freitag müssen die Kunden wieder überall eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Ab Freitag gilt die Maskenpflicht wieder im gesamten Bochumer Ruhrpark. Das RKI meldet am Morgen besorgniserregende neue Infektionszahlen.

Der Ruhrpark in Bochum kehrt freiwillig zur generellen Maskenpflicht zurück. Seit September war eine Mund-Nase-Bedeckung nur in den Geschäften und in der Gastronomie vorgeschrieben. Jetzt gilt die Maskenpflicht erneut im gesamten Einkaufszentrum, also auch unter freiem Himmel außerhalb der Shops.

Das schreibe die Corona-Schutzverordnung in NRW zwar weiterhin nicht vor. „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und des Inzidenzwertes in Bochum haben wir uns zum Schutz aller Besucher, Kunden und Mitarbeiter jedoch dazu entschieden, die Maskenpflicht proaktiv wieder einzuführen und so dem guten Beispiel der Bochumer Innenstadt zu folgen“, teilt das Center-Management auf WAZ-Anfrage mit.

Die Maskenpflicht im Ruhrpark gilt ab Freitag (23.). In weiten Teilen der Bochumer City war sie am vergangenen Dienstag eingeführt worden.

Corona in Bochum: RKI sieht Inzidenzwert bei 83,2

Die Corona-Zahlen in Bochum steigen derweil in bisher nicht gekanntem Maße an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 83,2. Am Vortag hatte der Wert noch bei 71,9 gelegen.

Das RKI berücksichtigt mit aktuell 1934 bestätigten Fälle sämtliche Meldungen des örtlichen Gesundheitsamtes bis Mitternacht. Die Stadt veröffentlicht ihre neuen Zahlen (Stand 14 Uhr) jeweils am späten Nachmittag. Am Mittwoch waren es 1862 Fälle mit einer Inzidenz von 68,7.

Bundeswehr verstärkt Gesundheitsamt

Der rasante Anstieg der Neuinfektionen führt am heutigen Donnerstag zu einer bislang einmaligen Hilfsaktion. Die Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt fortan bei der Corona-Kontaktnachverfolgung, die sich wegen der Vielzahl der Erkrankungen immer schwieriger und personalintensiver gestaltet. 24 Soldatinnen und Soldaten sind nach Bochum abkommandiert. Die ersten 15 werden am Mittag von Stadtdirektor Sebastian Kopietz und Sozialdezernentin Britta Anger am Rathaus begrüßt.

Friedensplenum kündigt Protest an

Das Bochumer Friedensplenum hat dafür eine Protestaktion angekündigt. „Der Einsatz von Soldatinnen und Soldaten offenbart die schlimmen Defizite im Gesundheitswesen, das aus sich heraus einer Pandemie nicht gewachsen ist“, heißt es in einer Mitteilung. Die Personallücken müssten durch gut ausgebildete und ordentlich bezahlte Fachkräfte geschlossen werden und nicht durch die Bundeswehr: „Soldatinnen und Soldaten werden u. a. zum Töten ausgebildet, ihre Kampfanzüge in Gesundheitsämtern erinnern daran in verstörender Weise.“

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