Durchsuchungen

Bochum: Razzia nach Banden-Diebstählen von teuren Autoteilen

Kraftfahrzeugteile, die für namhafte deutsche Autohersteller bestimmt und in Herne zwischengelagert waren, sollen gestohlen und mit Gewinn weiterverkauft worden sein. Jetzt startete die Polizei Bochum eine Razzia.

Kraftfahrzeugteile, die für namhafte deutsche Autohersteller bestimmt und in Herne zwischengelagert waren, sollen gestohlen und mit Gewinn weiterverkauft worden sein. Jetzt startete die Polizei Bochum eine Razzia.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Bochum/Gelsenkirchen/Herne.  Die Polizei Bochum nahm am Dienstag zeitgleich sieben Verdächtige fest, die zu einer Diebesbande gehören sollen. Es geht um hochwertige Autoteile.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es war noch dunkel, als die Polizisten bei den Verdächtigen erschienen. An sieben Adressen in fünf Städten vollstreckten die Beamten Durchsuchungsbeschlüsse gegen mutmaßliche Mitglieder einer Diebesbande.

Sieben Personen im Alter von 35 bis 73 Jahren stehen im Verdacht, hochwertige neue Kraftfahrzeugteile in einem Herner Speditionslager in unterschiedlicher Tatbeteiligung gestohlen und mit Gewinn weiterverkauft zu haben.

Objekte in Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Dortmund und Recklinghausen wurden durchsucht

Die Personen wurden vorläufig festgenommen, darunter auch Leute, die in dem Speditionslager angestellt sind, wie Polizeisprecher Frank Lemanis erklärt. Sie sollen die Autoteile, die für viele namhafte deutsche Autohersteller bestimmt waren, während der Arbeit heimlich abgezweigt haben.

Durchsucht wurden Wohnungen von Beschuldigten in Bochum-Höntrop, Herne, Gelsenkirchen, Dortmund und Recklinghausen.

Auch im Speditionslager Herne vollstreckten die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Bochum. Geleitet hatte die Aktion die Staatsanwaltschaft Bochum. Alle Verdächtigen wurden im Laufe des Tages wieder freigelassen. Keiner kam in U-Haft. Ermittelt wird wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls (§244a StGB). Dieser Strafparagraf ermöglicht je nach Umständen Haftstrafen bis zu zehn Jahren.

Mutmaßliche Bande soll einen „schwunghaften Handel“ betrieben haben

Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen von einem „schwunghaften Handel“ mit den Fahrzeugteilen. Mehrere Monate lang hatten Beamten verdeckt gegen die Tatverdächtigen ermittelt.

Nach dem Zugriff am Dienstagmorgen bekommt der Fall für die Ermittler eine ganz neue Dimension, denn es wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Darunter befinden sich Bargeld im sechsstelligen Bereich, diverse Datenträger und auch Fahrzeugteile. „Diese gilt es nun akribisch auszuwerten“, sagt Polizeisprecher Lemanis. „Das wird beim Bochumer Kriminalkommissariat 13 noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.“ Mit dem Einsatz seien die Ermittler „zufrieden“.

Mehr Artikel lesen Sie hier.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben