Stadtentwicklung

Stadtteilfonds „WLAB“ will bürgernahe Projekte unterstützen

Das Erich-Brühmann-Haus in Werne soll zu einem Stadtteilzentrum ausgebaut werden.

Das Erich-Brühmann-Haus in Werne soll zu einem Stadtteilzentrum ausgebaut werden.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Ost.  Jury bewilligt Fördermittel in Höhe von knapp 30.000 Euro. Dafür sollen etwa eine Kita und das Luther-Lab bei ihren Aktivitäten gefördert werden.

Das Land NRW macht weiter Geld locker, um Werne und Langendreer (Alter Bahnhof) in den kommenden Jahren kräftig auf Vordermann zu bringen. Im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms „Soziale Stadt“ traf sich die Jury des Stadtteilfonds WLAB jetzt bereits zum dritten Mal, um über Projektanträge zu entscheiden. „Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 29.465,47 Euro bewilligt“, erzählt Christoph Schedler vom Stadtteilmanagement am Werner Hellweg.

Die Jury macht es sich dabei nicht leicht, ringt teilweise um jeden Cent. Durch das städtebauliche Landesförderprogramm „Soziale Stadt“ fließen innerhalb von sieben Jahren 29 Millionen Euro von Düsseldorf in den Bochumer Osten – und die sollen sinnvoll angelegt werden.

Ein umfangreiches Hof- und Fassadenprogramm ist ebenfalls Teil des Stadtumbauprozesses wie die Unterstützung vielfältiger bürgerschaftlicher Projekte, die das Gemeinschaftsgefühl in den Stadtteilen fördern sollen. Vieles ist förderfähig: Workshops, Kurse, Integrations- und Kulturprojekte sowie Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Kirchengemeinde Werne kann sich freuen

Damit die Stadtteilmanager über die Verwendung der Fördertöpfe nicht allein entscheiden, tagt mehrfach eine Jury. Diese besteht aus zufällig ausgewählten Bürgern, die sich ehrenamtlich in der Jury engagieren, sowie aus Vertretern von Institutionen, die in den Stadtteilen fest verwurzelt sind.

Diesmal kann sich u.a. die evangelische Kirchengemeinde Werne über eine Förderung freuen. Geplant ist eine Zukunftswerkstatt zur künftigen Entwicklung des Erich-Brühmann-Hauses hin zu einem Stadtteilzentrum. Das Haus soll darüber hinaus mit moderner Veranstaltungstechnik ausgerüstet werden.

Matsch- und Wasserspielbereich für Kita

Die evangelische Kita Kleines Senfkorn soll um einen naturnahen Matsch- und Wasserspielbereich auf dem Kita-Gelände erweitert werden, der auch weiteren Gruppen aus dem Stadtteil zugänglich sein soll.

Die DITIB-Gemeinde Langendreer soll einen gemeinschaftlichen Spielbereich für den Alten Bahnhof bekommen, der auf bisher noch ungenutzten Flächen des Gemeindegrundstücks errichtet werden soll. Der Spielplatz wird durch Schilder ausgewiesen und soll allen Familien und Kindern aus dem Stadtteil frei zugänglich sein.

Stadtteilküche im Luther-Lab geplant

Im Luther-Lab (ehemalige Lutherkirche in Langendreer) ist die Einrichtung einer Stadtteilküche für gemeinschaftliche Kochprojekte und andere Aktionen zum Thema Ernährung und nachhaltige Verwertung von Lebensmitteln geplant.

Und die freie evangelische Gemeinde soll eine mobile Präsentationstechnik bekommen, die aus einem Moderationsset inklusive Beamer und Funkmikros mit Lautsprechern sowie einer portablen Leinwand besteht. Diese sollen auch ausgeliehen werden können.

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