Soziales

Seniorenzentrum St. Anna-Stift öffnet alle Türen nach Umbau

Anne Tophoff (87) kümmert sich um  die Erdbeeren im Hochbeet. Der Garten im Anna-Stift liegt Bewohnerinnen und Mitarbeitern sehr am Herzen.

Anne Tophoff (87) kümmert sich um die Erdbeeren im Hochbeet. Der Garten im Anna-Stift liegt Bewohnerinnen und Mitarbeitern sehr am Herzen.

Foto: Vladimir Wegener

Altenbochum.   In dreijähriger Umbauzeit wurde das Pflege- und Wohnheim in Altenbochum nahezu vollständig umgestaltet. Der Betrieb war ein Kraftakt für alle.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Trubel zum Tag der offenen Tür war zwar immer noch ungewöhnlich, konnte aber Bewohner und Mitarbeiter des St. Anna-Stiftes nicht irritieren. Die waren aus den vergangenen drei Jahren einen ganz anderen Trubel gewohnt. Wenn Geschäftsführerin Christine Bischoff beim Rundgang durch die Einrichtung und die weiträumige Gartenanlage beginnt aufzuzählen, steht unter dem Strich: Hier ist eigentlich alles neu gemacht worden.

Sechs Millionen Euro sind in das über 100 Jahre alte Pflege- und Wohnheim an der Bruchspitze investiert worden. 33 Jahre ist es nun an diesem Standort, davor an der Wittener Straße. Bei der Rückblende muss Christine Bischoff schmunzeln: „Ich habe im Anna-Stift auf einer Baustelle angefangen, und jetzt schon wieder eine erlebt.“ Und weiter: „Damals, 1986, haben wir den Umzug der Bewohner in sage und schreibe einem einzigen Tag erledigt.“

Herausforderung für das Team

Dieses Mal konnten die Senioren im Haus, fast auch in ihren Zimmern bleiben, „aber wir haben es bei annähernder Vollbelegung geschafft, während die Bauarbeiten liefen, bei ständigem Lärm und Staub“, unterstreicht die Geschäftsführerin stolz über ihr 110-köpfiges Team. „Das

war eine ganz schöne Herausforderung.“

Die Modernisierung unter Brandschutz-Aspekten und die Vorgaben des Landes, wonach 80 Prozent der Zimmer von Einzelpersonen belegt werden müssen, standen hinter dem Umbau. 98 Einzelbett- und 21 Zweibettzimmer sind es nun, entstanden sind drei Aufenthaltsräume, ein neuer, größerer Aufzug wurde angebaut, ein bestehender vom Keller bis zur vierten Etage aufgestockt, auch die Kapelle und der Garten wurden neu gestaltet. Schließlich wurde auch die Notstromversorgung aufwendig modernisiert und die Brandmeldezentrale für allein 100.000 Euro erneuert.

Ausgebaute Gauben im Dachbereich

Zur besseren Orientierung für die Bewohner präsentiert sich nun jeder Flur in den Wohnbereichen in einer anderen Farbe, „zum Wiederfinden“ erklärt Bischoff.

Kaum wiederzuerkennen ist auch das Dach, die Schräg-Konstruktion weist nun ausgebaute Gauben auf, „noch ein Kraftakt“, erklärt Bischoff. 31 Zimmer sind durch diese Umgestaltung praktisch von Grund auf großzügig verändert worden und nun zwischen 22 und 29 Quadratmetern groß.

31 Bewohner aus dem Dementen-Bereich wurden während des laufenden Betriebes und der Bauarbeiten innerhalb von zwei Monaten umquartiert. „Da hatten wir dann doch einen Aufnahmestopp“, schildert die Geschäftsführerin.

Leben bringen immer wieder auch die Schüler mit „Aktivierungsangeboten“ bei ihren Besuchen ins Haus. „Da geht mir das Herz auf, wie die sich um unsere Bewohner kümmern“, meint Bischoff strahlend und dankbar.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben