Kirchengemeinde

Pfarrerin macht ihren Traumjob zur Realität

Birgit Leimbach wollte schon seit ihrer Jugend Pfarrerin werden. Am Sonntag ist sie an ihrem Ziel.

Foto: icho Herrmann

Birgit Leimbach wollte schon seit ihrer Jugend Pfarrerin werden. Am Sonntag ist sie an ihrem Ziel. Foto: icho Herrmann

Werne.   Birgit Leimbach ist im Probedienst in der Kirchengemeinde Werne. Am Sonntag wird sie ordiniert. Schon in der Jugend war es ihr Berufswunsch.

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Zu Hause in der evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum-Laer, Vikariat in Langendreer, und Seelsorgerin in der Kirchengemeinde Werne: Birgit Leimbach, Pfarrerin im Probedienst, kam in den letzten Jahren in der Region viel herum.

Nun feiert sie am Sonntag, 3. Dezember, um 12 Uhr mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche, Kreyenfeldstraße 30, ihre Ordination. Superintendent Gerald Hagmann, Kirchenkreis Bochum, wird ihr die Urkunde überreichen.

Einige Umwege genommen

Der Weg zu ihrem Traumberuf war für die 49-Jährige lang und führte über so manchen Umweg. „Eigentlich war mir schon nach meiner Konfirmation mit 14 Jahren klar, dass ich Pfarrerin werden möchte“, erzählt sie: „Meine Eltern haben mir das Laufen beigebracht, mein Pfarrer Horst Kriegsmann in Recklinghausen-Bruch die theologischen Schuhe angezogen.“ Ans Abitur schloss sie ein Theologiestudium an. Endstation war jedoch 1996 nach dem 1. Examen: Die Landeskirche von Westfalen übernahm erst nach dreijähriger Wartezeit angehende Pastoren in den kirchlichen Dienst.

So lange zu warten, war nicht im Sinne der lebenslustigen und impulsiven Frau. So arbeitete sie als Werksstudentin bei Siemens. Es folgte eine Festanstellung als Montagekauffrau, später schulte sie Techniker. Nach 13 Jahren dann 2009 ein erneuter Bruch: Birgit Leimbach wechselte für vier Jahre als Quereinsteigerin in den Schuldienst. Sie unterrichtete Religion, Politik und Wirtschaft.

Der Ehemann hielt ihr den Rücken frei

Die evangelische Kirche aber verlor die Mutter zweier Söhne nie aus dem Blick. Ab 2006 machte sie eine Ausbildung als Laienpredigerin. 2007 wurde sie Presbyterin in der Kirchengemeinde Altenbochum-Laer. In Laer war sie schon seit 1994 zu Hause und wirkte in Gemeindegruppen mit, u.a. in der Gemeindebriefredaktion. Das half ihr 2013 beim Wiedereinstieg in die Landeskirche. „Eigentlich fragte ich nach einer Schulstelle an. Im Gegenzug bot man mir ein Vikariat als zweiten Teil meiner theologischen Ausbildung zur Pfarrerin an“, erinnert sie sich. Die 46-Jährige nahm das Angebot an; Ehemann Arndt hielt ihr den Rücken frei.

Im Februar 2014 trat sie ihre Ausbildung bei Pfarrer Wilfried Geldmacher in Langendreer-Holz an. „Das war eine schöne Zeit, weil die Zusammenarbeit mit Wilfried und den Ehrenamtlichen bestens klappte“, strahlt Leimbach.

In Werne traf sie es ebenso gut. „Als ich hier meine halbe Stelle antrat, nahmen mich die Gemeinde, das Presbyterium und vor allem Pfarrerin Gisela Estel herzlich auf“, erklärt sie. „Die Ehrenamtlichen sind unglaublich motiviert, die Ökumene mit der Gemeinde Herz Jesu funktioniert.“ Und der Traumberuf ist nun Realität.

>>> INFO: Evangelischer Part beim Gottesdienst für Unbedachte


Birgit Leimbach, Pfarrerin im Probedienst, hat eine Vollzeitstelle. Neben der Gemeindearbeit wirkt sie seit Oktober 2016 in der Region und im ganzen Kirchenkreis Bochum.

Zu den regionalen Projekten gehörte im Januar die „Werkstatt Bibel mobil“ in der Pauluskirche Langendreer sowie das Tauffest an der Ruhr zu Pfingsten, das mit den Gemeinden Stiepel, Werne und Wiemelhausen stattfand. Diese organisierte Birgit Leimbach mit ehrenamtlichen Helfern aus den jeweiligen Gemeinden.

Beim deutschlandweiten Ökumenefest, das im September in Bochum stattfand, organisierte und moderierte sie mit Stadtdechant Michael Kemper (katholisch) den Abend im Bermudadreieck.

Ab sofort übernimmt Leimbach den evangelischen Part der ökumenischen Gottesdienste für Unbedachte.

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