Stadterneuerung

Neue Ideen für die Stadterneuerung in Werne und Langendreer

Landschaftsarchitektin Susanne Weisser(vorne) erklärt die Pläne für den Volkspark Langendreer – und nimmt auch Ideen der Bürger entgegen.

Landschaftsarchitektin Susanne Weisser(vorne) erklärt die Pläne für den Volkspark Langendreer – und nimmt auch Ideen der Bürger entgegen.

Foto: Joachim Hänisch

Werne/Langendreer.   Aktuelle Stadtteilkonferenz ist ein riesiger Erfolg. 150 Bürger kommen, um sich über die W-LAB-Projekte zu informieren und Ideen einzubringen.

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Die Lutherkirche ist pickepackevoll. Fleißige Helfer schaffen noch eilig Klappstühle herbei, damit alle Gäste einen Sitzplatz haben. Rund 150 Bürger sind es am Ende, die zur Stadtteilkonferenz in das entwidmete Gotteshaus am Alten Bahnhof erscheinen, um sich darüber zu informieren, was genau dort und in der Umgebung so alles passiert – beim Stadterneuerungsprozess in Werne und Langendreer/Alter Bahnhof, kurz W-LAB genannt.

Beteiligung erwünscht

Bis 2023 werden in dieses Stadtgebiet noch bis zu 31 Millionen Euro an Fördermitteln fließen, um das Programm „Soziale Stadt“ umzusetzen. Erste Ergebnisse sind schon zu sehen, wie der Spielplatz an der Heinrich-Gustav-Straße, der in nicht einmal einem Jahr generalüberholt wurde. Viele weitere Projekte sind bereits angestoßen oder in Planung. Bei allen ist die Beteiligung der Bürger ausdrücklich erwünscht, wie Eckart Kröck, Leiter des Stadtplanungsamtes, betont. Auch an diesem Abend in der Lutherkirche, wo sich die Gäste an mehreren Thementischen über aktuelle Projekte informieren und sich einbringen können.

Neues Konzept für den Volkspark

Sehr großes Interesse besteht an der Entwicklung des Volksparks. Bis Anfang 2019 wird hierfür ein Konzept erstellt, das dann Anfang 2020 umgesetzt werden soll. „Da müssen unbedingt mehr Bänke hin“, findet Ingrid Föller. „Und die Wege sollten ausgebessert werden“, fügt Silvia Bärens an. „Nicht an die Bäume gehen“, ist aus dem Hintergrund zu hören.

Spiel- und Bolzplatzecke

„Die sind toll“, findet auch Landschaftsarchitektin Susanne Weisser, die sich bereits Gedanken gemacht hat, wie der Volkspark attraktiver werden kann: Die zehn Eingänge sollen einladender und besser zu erkennen sein, „eventuell mit bunten Stühlen“. Auch die Spiel- und Bolzplatzecke soll überarbeitet werden. Das Stichwort „Wasserspiele“ fällt. Und der Rat, die Grundschüler zu beteiligen. Eine Toilette sei wichtig. „Die gibt es bei den Minigolfern“, sagt Weisser. Es wisse nur kaum jemand.

Gastronomie auf dem Marktplatz?

Spannend finden viele Bürger auch das Thema „Grünes Rückgrat Werne“. Dieses zieht sich vom Werner Feld über das Freibad, die beiden Parks, den Marktplatz und die Wittekindstraße hoch bis zur Willy-Brandt-Gesamtschule. Ab Mitte 2019 sollen für 600 000 Euro die Wohnstraßen in diesem Bereich aufgedonnert werden. Anfang 2020 ist dann der Marktplatz dran. Zwei Millionen Euro stehen zur Verfügung. Eine Bebauung mit Gastronomie, ein Spielplatz, eine andere Parkplatzanordnung – es gibt derzeit viele Pläne und Ideen für diesen zentralen Platz, auf dem sich so mancher Bürger einen zweiten Moltkemarkt wünscht. So lebendig kann es auch in Werne werden. Wenn alle mitmachen. Auch in Sachen Markt können Bürger weiter an den Planungen mitwirken. Wie an allen Projekten. „Wir bitten weiter um Anregungen aller Art“, sagt Stadtplaner Kröck.

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