Verbindung

Nach Bürgerprotest: Fußweg in Werne wird wieder hergestellt

Der Verbindungsweg zwischen Mohnweg und Werner Hellweg soll bald fertig gestellt werden.

Foto: Dietmar Wäsche

Der Verbindungsweg zwischen Mohnweg und Werner Hellweg soll bald fertig gestellt werden.

Werne.   Stadtverwaltung setzt zurückgebaute Verbindung von Mohnweg und Werner Hellweg wieder instand. Bezirksvertretung Ost übernimmt die Kosten.

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Da sage noch einer, Bürgerprotest lohne nicht . . . In Werne hat er dazu geführt, dass ein zurückgebauter Fußweg wieder instand gesetzt wird. Die Bezirksvertretung Ost hatte auf Antrag von SPD und Grünen auf die Beschwerden einiger Anwohner reagiert und die Stadt mit dieser Baumaßnahme beauftragt.

Verkehrssicherheitspflicht einhalten

Es geht um die schmale Verbindung von Mohnweg und Werner Hellweg, ein vielleicht 200 Meter langes Stück, das zwischen der Kleingartenanlage Vollmond und der Bahnlinie liegt. Diesen Weg, der früher der Harpen AG gehörte, hatte die Stadt an den Stadtverband der Kleingärtner abgetreten – inklusive der Verkehrssicherheitspflicht.

Verantwortung erschien als zu groß

Doch diese auch mit Kosten (etwa für den Baumschnitt) verbundene Verantwortung war den Kleingärtnern zu groß. Deshalb wurde der Weg vor etwas mehr als einem Jahr dicht gemacht. Zum Mohnweg hin mit schweren Findlingen, am Werner Hellweg mit einem Zaun. Sehr zum Ärger einiger Anwohner vom Mohnweg, die diese Route gerne nutzen, um zur weiter oben gelegenen Siedlung und der Bushaltestelle (Staudengarten) am Werner Hellweg zu gelangen.

Fahrt mit dem Bus wird teurer

Die Alternativ-Strecke durch die Kleingartenanlage erschien gerade älteren Bürgern zu anstrengend (weil hügelig). Man erreicht zwar auch auf diesem Weg eine Bushaltestelle (an der Ecke Geranienweg), aber von hier kostet die Fahrt ins Werner Zentrum wegen Überschreiten einer Zahlgrenze mehr, als wenn man eine Haltestelle weiter oben einsteigt. Für viele Nutzer des ÖPNV ein gewichtiges Argument.

Rückbau im Bezirk besprochen

Letztlich bewogen die Einwände der Anwohner die örtliche Politik, die Entscheidung vom 23. November 2016 zu korrigieren. Damals hatte die Bezirksvertretung Ost dem geplanten Rückbau des Verbindungswegs zugestimmt. Allerdings in der Annahme, dass mit den Menschen in der Siedlung und der Kleingartenanlage gesprochen worden sei, so Dirk Meyer, Sprecher der SPD-Fraktion im Bezirk.

Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen

Da sich letztlich die Situation ganz anders darstellte und SPD und Grüne die Bedenken der Anwohner für nachvollziehbar hielten, brachte man im April einen Dringlichkeitsantrag auf den Weg – mit dem Auftrag an die Verwaltung, den Weg wieder herzustellen und ihn zurück in städtischen Besitz zu bringen.

Und dieser Auftrag wird von der Stadt seit Mitte November in die Tat umgesetzt. „Die Arbeiten sind bis auf die Herstellung der Asphaltschicht abgeschlossen“, teilt Katrin Müller vom Presseamt der Stadt mit. „In Abhängigkeit von der Witterung soll dies umgehend geschehen.“ Die Kosten für die Maßnahme in Höhe von 19 000 Euro übernimmt die Bezirksvertretung Ost. Dafür greift sie in den sogenannten Feuerwehrtopf, der Geld für bezirkliche Maßnahmen bereit hält.

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