Minigolf im Volkspark

Minigolfer im Volkspark Langendreer für die Saison gerüstet

Alfred Pöppe (r.), Vorsitzender das Bahngolf-Sport-Clubs Bochum, und Peter Kling bauen an einer von zehn neuen Bänken, die nun zusätzlich die 18 Bahnen säumen.

Alfred Pöppe (r.), Vorsitzender das Bahngolf-Sport-Clubs Bochum, und Peter Kling bauen an einer von zehn neuen Bänken, die nun zusätzlich die 18 Bahnen säumen.

Foto: Dietmar Wäsche

Langendreer.   Mit viel Eigenleistung wurde die Anlage im Volkspark Langendreer barrierefrei umgebaut. Passend auch zu den Deutschen Meisterschaften im Sommer.

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Am Samstag (8.) geht es im Volkspark wieder rund, dann kann auf der Minigolfanlage wieder eingelocht werden. Der Bahnengolf-Sport-Club (BGSC) Bochum 1978, der die städtische Anlage betreibt, startet in die Saison. Und ist bestens gerüstet.

In den letzten Wochen wurde kräftig gewerkelt, um den Besuchern noch mehr bieten zu können. Vor allem denen mit einem körperlichen Handicap. „Die Anlage ist jetzt barrierefrei“, verkündet der BGSC-Vorsitzende Alfred Pöppe stolz. Der Eingangsbereich wurde deutlich verbreitert, mit neuen Steinplatten versehen und wirkt nun einladender. Eine Betonrampe erleichtert ab sofort den Zugang zu den Toiletten. Zehn neue Sitzbänke wurden installiert und die Wege ausgebessert. Die Schläger erhielten Gummikappen, mit denen man die Bälle bequem aus den Löchern holen kann, ohne sich bücken zu müssen. Und am Hügel wurde ein Extra-Abschlag vor dem Mini-Berg angelegt.

Aktion Mensch bewilligte Zuschuss

„Zusammengerechnet eine Woche Arbeit steckt da drin“, sagt Alfred Pöppe, dem noch fünf weitere, handwerklich geschickte Vereinsmitglieder zur Seite standen. Um den Umbau zu finanzieren, hatte sich der BGSC bei der Aktion Mensch um eine Förderung beworben – und 4000 Euro bewilligt bekommen. Doch soviel Geld brauchten Pöppe & Co. gar nicht. „Den Rest haben wir wieder zurück gegeben. Die sollen das für andere gute Zwecke nehmen“, findet Pöppe.

Für die ursprünglichen Umbau-Pläne hätte das Geld allerdings nicht ausgereicht. „Als wir gemerkt haben, dass unsere Ideen zu teuer waren, haben wir umgeplant und entschieden, alles in Eigenleistung zu machen“, erklärt Alfred Pöppe. „So hatten wir dann mehr Geld für das Material.“ Eine Metallrampe zur Toilette, vom Fachmann gebaut, hätte z.B. 2500 Euro gekostet, sagt der „Präsi“. „Da haben wir dann lieber selbst einen Betonsockel gegossen.“

Nun hofft der BGSC Bochum, dass „auch die Leute kommen, die wir mit dem Umbau erreichen wollen“. Man selbst habe ja nichts davon, sagt Alfred Pöppe, der betont, dass die Anlage zwar barrierefrei, aber damit noch nicht behindertengerecht sei. Immerhin: Menschen mit Gehbehinderung können jetzt leichter zum Minigolf kommen.

Um selbst zu spielen. Oder auch den Spitzenleuten zuzuschauen. Dazu besteht vom 31. August bis 2. September im Volkspark die Gelegenheit, wenn der BGSC die Deutschen Meisterschaften ausrichtet. „Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles vorbereitet“, sagt Alfred Pöppe. „Wir könnten morgen loslegen.“ Alles ist geplant: Zwei Weihnachtsmarkt-Hütten sind bestellt, große Zelte, zusätzliche Toiletten und ein Kühlwagen geordert. Auch die Bahnen wurden erneuert – abgeschliffen und neu beschichtet. „Dafür kam eigens ein Fachmann aus Österreich“, verrät Pöppe. Die Eröffnungsfeier findet im Volkspark statt, die Abschlussveranstaltung auf Zeche Holland in Wattenscheid.

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