Stadtumbau

Laer’sche entwerfen eigenes Logo für „ihren“ Stadtumbau

Künstler Manfred Webel und Kita-Leiterin Karin Jeschka (im Hintergrund) schauen den Kindern zu, wie sie Entwürfe für ein Stadtumbau-Logo malen. Mit den Filzstiften zaubern sie da einige tolle Sachen aufs Papier.

Künstler Manfred Webel und Kita-Leiterin Karin Jeschka (im Hintergrund) schauen den Kindern zu, wie sie Entwürfe für ein Stadtumbau-Logo malen. Mit den Filzstiften zaubern sie da einige tolle Sachen aufs Papier.

Foto: Dietmar Wäsche

Laer.   Große und kleine Bürger werden kreativ und geben dem Künstler Manfred Webel gestalterische Anstöße, um für den Stadtumbau ein Logo zu entwickeln.

In Laer wird sich in den kommenden Jahren richtig was tun: Umbau, Renovierung und Erweiterung des Stadtteils stehen auf dem Programm, wenn das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) umgesetzt wird. Auf Mark 51/7, der Fläche des ehemaligen Opel-Werks I, ist ja schon allerhand zu sehen, auf der anderen Seite der Wittener Straße geht es jetzt allmählich rund. Möglichst viele Bürger sollen sich an diesem Stadterneuerungs-Prozess beteiligen. Auch jetzt schon.

Kreativ-Prozess

Gesucht wird nämlich ein Logo, das optimal zum Stadtumbau passt. In den letzten Wochen hat der Künstler Manfred Webel mit vielen Freiwilligen aus Laer die Vorarbeiten dazu geleistet. Vor allem kleine Bürger machen begeistert mit. Wie die kleine Gruppe aus der Kita Eulenbaum, die nur über die Straße zu huschen braucht, um sich am roten Container des Stadtteil-Managements im Schatten der Fronleichnam-Kirche am Kreativ-Prozess zu beteiligen.

Entscheidung über Postkarten-Aktion

Mit Filzstiften bewaffnet, sollen die vier- bis sechsjährigen Kinder aus den Gruppen „Schlaue Füchse“ und „Schlaue Bären“ all das auf Papier malen, was ihnen zu Laer so einfällt. Gar nicht so einfach, denn Markantes gibt es im Ort nicht so viel. Klar, die Kirche direkt nebenan, die dann auch Mathilda für ihr Bild entdeckt. Und natürlich die eigene Kita. Auch ein Schornstein ist zu sehen. Das Bergbaumuseum ebenfalls, auch wenn es ein gutes Stück weiter in der Innenstadt steht. Macht nichts, jede Art von Anregung ist dem Künstler recht.

Lust auf Kunst-Ausflug

Manfred Webel hatte eigens bei der Kita angeklingelt, um für die Logo-Entwicklung zu werben. Bei Leiterin Karin Jeschka stieß er auf offene Ohren. Schnell fanden sich sieben kleine Künstler, die Lust auf diesen Kunst-Ausflug hatten.


Suche nach fester Bleibe im Ort ist schwierig

Die Kinder haben so etwas noch nie gemacht, Manfred Webel hingegen schon an die 25 Mal. „Ich mache so etwas oft, Bürger an Stadtentwicklungsprogrammen zu beteiligen“, sagt der Paderborner, der dem Stadtteil-Management auch zu dem knallroten Container verholfen hat. Diesen werden die Stadtteil-Manager um Horst Hücking wohl noch länger als geplant (Ende August) benötigen. Denn die Suche nach einer festen Bleibe im Ort gestaltet sich schwierig. „Wir stehen in Verhandlungen“, sagt Horst Hücking, der zumindest einen Plan B für eine weitere Übergangslösung in der Tasche hat: das evangelische Gemeindehaus.

Das Ehrliche zeigen

Bis Oktober/November soll das Stadtumbau-Logo fertig sein. Nach der Sichtung der insgesamt 150 Entwürfe am Mittwochnachmittag entwickelt Grafiker Olivier Kleine nun drei bis vier Ideen, unter denen die Laer’schen dann in einer Postkarten-Aktion die beste auswählen sollen. Für Manfred Webel geht es bei dem Logo vor allem um die Stimmung der Bürger vor Ort, die er darin einfangen will. Auch das Direkte, das Ehrliche, das Handfeste, das er in Laer ausgemacht haben will, soll aufgefangen werden. „Gerne auch in einem lebendigen Logo, das man anfassen, das man fühlen und riechen kann.“

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